Facebook soll durch die Aktion an einer empfindlichen Stelle getroffen werden. Foto: dpa/Richard Drew

Aus Protest gegen den Umgang mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten will nun auch Ben & Jerry’s vorerst keine Werbung mehr bei Facebook schalten. Mit The North Face und Patagonia schlossen sich bereits andere bekannte Marken an.

Burlington - Der US-Eiscremehersteller Ben & Jerry’s will aus Protest gegen Facebooks Umgang mit rassistischen, hetzerischen und manipulativen Inhalten vorerst keine Werbung mehr bei dem Online-Netzwerk schalten. Facebook müsse mehr tun, um die Nutzung seiner Plattform zur Spaltung Amerikas zu verhindern, forderte das zum Konsumgüterkonzern Unilever gehörende Unternehmen am Dienstag (Ortszeit). Ben & Jerry’s schließe sich deshalb der Initiative #StopHateForProfit an und stoppe in den USA ab 1. Juli bis auf Weiteres sämtliche bezahlten Anzeigen bei Facebook und Instagram.

US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt

US-Bürgerrechtsorganisationen hatten Firmen in der vergangenen Woche zu dem Boykott aufgerufen. So soll Facebook an einer empfindlichen Stelle getroffen werden - der Konzern macht fast seinen ganzen Umsatz mit Werbeerlösen. Mit The North Face und Patagonia schlossen sich bereits andere bekannte Marken an. Die US-Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt hat die Kritik an Facebook, zu nachlässig mit kontroversen Beiträgen umzugehen, wieder stark aufflammen lassen. Dazu trug auch Zuckerberg wesentlich bei, der sich weigerte, gegen umstrittene Aussagen von US-Präsident Donald Trump einzuschreiten.

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