Der Mann wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland verhaftet (Symbolbild). Foto: Philip Weingand / STZN

Ein 66-Jährigen aus Osnabrück soll sich an mindestens fünf Waisenkindern in Afrika vergangen haben. Bei dem Mann wurden zudem Bild- und Videodateien gefunden, die den Missbrauch zeigen sollen.

Osnabrück - Weil er in 41 Fällen Waisenkinder in einem westafrikanischen Land sexuell missbraucht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück Anklage gegen einen 66-Jährigen erhoben.

Dem Mann wird vorgeworfen, sich zwischen Januar 2016 und Februar 2018 an mindestens fünf Kindern vergangen zu haben. Die Opfer waren nach Angaben vom Mittwoch vermutlich zwischen zwei und zwölf Jahren alt. Bei dem Mann wurden Bild- und Videodateien gefunden, die den Missbrauch zeigen sollen.

Der 66-Jährige hat selbst Kontakt mit dem Waisenhaus aufgenommen

Den Angaben zufolge hatte der Deutsche aus dem Landkreis Osnabrück in Niedersachsen über private Verbindungen Kontakt zu einem Waisenhaus aufgenommen. „Es gelang ihm, dort Zugang zu den Kindern zu bekommen, wohl auch, weil ihm behördlich gestattet worden ist, mit den Kindern einen Ausflug zu unternehmen“, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Das Landgericht Osnabrück habe nun über die Zulassung der Anklage zu entscheiden.

Der Mann wurde im Februar kurz nach der Rückkehr nach Deutschland festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu dem Vorwurf des überwiegend schweren sexuellen Missbrauchs in 41 Fällen schweigt er. Bei dem Mann wurden neben Aufnahmen der Opfer mehr als 11.000 weitere Dateien mit kinderpornografischen Inhalten gefunden. Dieses Verfahren ging an die für Kinderpornografie zuständige Staatsanwaltschaft Hannover.

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