In Süddeutschland kommt es nach dem Unwetter zu Ausfällen im Fernverkehr (Symbolbild). Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich/IMAGO/Arnulf Hettrich

Ein Unwetter mit Sturm und Regen zieht über Bayern und Baden-Württemberg hinweg und hinterlässt viele umgeknickte Bäume. Der Bahnverkehr wird in weiten Teilen Süddeutschlands lahmgelegt.

Eine Unwetterfront ist in der Nacht zu Mittwoch über Bayern und Baden-Württemberg gezogen und hat den Bahnverkehr stark beeinträchtigt – vor allem Teilen des Freistaates. Meldungen über Verletzte gab es zunächst nicht.

Zahlreiche umgestürzte Bäume und beschädigte Oberleitungen sorgten am Morgen in weiten Teilen Bayerns für Einschränkungen im Bahnverkehr. Im gesamten Netz der S-Bahn München waren am Morgen zunächst keine Fahrten möglich. Als Grund wurden „witterungsbedingte Beeinträchtigungen“ genannt. Auf mehreren Linien wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet

Großraum Allgäu betroffen

Im Großraum Allgäu berichtete die Deutsche Bahn am Morgen von Unwetterschäden und Beeinträchtigungen des Zugverkehrs. Zugfahrten seien weiträumig eingestellt worden, hieß es. Beeinträchtigungen gab es auch auf den Strecken der Bayerischen Regiobahn und der Südostbayernbahn.

Auch für den Fernverkehr hatte das Unwetter Folgen. Durch eine Sperrung bei Günzburg ist die Strecke München-Augsburg-Ulm am Morgen eingeschränkt. Gesperrt ist laut Bahn auch die Strecke Rosenheim-Salzburg sowie die Strecke München-Lindau-Schweiz aufgrund einer Sperrung bei Kißlegg in Baden-Württemberg. Dadurch kommt es auch zu Einschränkungen und Ausfällen am Stuttgarter Hauptbahnhof.

In den Landkreisen Rosenheim und Ingolstadt mussten Einsatzkräfte aufgrund des Unwetters laut Polizeiangaben mehr als 200 Mal ausrücken. Dort beschränkten sich die Notfälle größtenteils auf entwurzelte Bäume und abgerissene Äste. So stürzte im Landkreis Rosenheim ein Baum auf ein Auto und die Baustellenbeschilderung auf einer Autobahn bei Regensburg wehte auf die Fahrbahn. In Augsburg stürzte ein Baugerüst um.