Bei der Bart-Weltmeisterschaft in Leinfelden-Echterdingen ging es wieder einmal um das eindrucksvollste Gesichtshaar. Unsere Bildergalerie zeigt weitere Impressionen der WM. Foto: www.7aktuell.de | Oskar Eyb

Ob kurz oder lang, gezwirbelt oder gelockt, wild oder gezähmt – in 18 Kategorien traten am Wochenende mehr als 300 Teilnehmer aus 20 Nationen in der Filderhalle zu den Bart-Weltmeisterschaften an. Eine haarige Sache mit hohem Spaßfaktor.

Leinfelden-Echterdingen - Ein Wochenende lang war Leinfelden-Echterdingen die Welthauptstadt der Bärte.

Ob kurz oder lang, gezwirbelt oder gelockt, wild oder gezähmt – in 18 Kategorien traten mehr als 300 Teilnehmer aus 20 Nationen in der Filderhalle zu den Bart-Weltmeisterschaften an. Eine haarige Sache mit hohem Spaßfaktor.

Es passte kein Haar dazwischen,

… als die Kamerateams und Fotografen auf die Jagd nach den besten Motiven gingen. „Das mediale Echo ist enorm“, bescheinigte L.-E.‘s Bürgermeister Alexander Ludwig den Veranstaltern vom heimischen Bart-Club „Belle Moustache“. Zahlreiche Teilnehmer waren mit eigenen Berichterstattern angereist. „Ich weiß von vier Brasilianern, die mit einem sechsköpfigen Fernsehteam hier sind“, erzählte der Vereins- Vizepräsident Otto Neuberger.

Haargenau

… berichtete der zum Bartträger des Jahres 2013 gekürte Sternekoch Johann Lafer im Gespräch mit Vereins-Präsident Jürgen Burkhardt, seit wann er Schnauzer trägt. „1977 bin ich auf der Straße angesprochen worden, ob ich Lust hätte, Werbung für Zahnpasta zu machen“, ließ der Küchenchef das amüsierte Publikum wissen. Als einer von drei Kandidaten stand Lafer damals im Finale und erhielt den Tipp, ein dunkler Oberlippenpart könne das Weiß der Zähne unterstreichen. Den Bart ließ er wachsen, den Auftrag erhielt ein anderer.

Mit Haarspalterei

… hält sich der Leinfelden-Echterdinger Bürgermeister Alexander Ludwig bekanntlich nicht auf. Auch bei der Eröffnung der Bart-WM kam er gleich zur Sache. „Ich habe mich selten so nackt gefühlt “, räumte er angesichts der bärtigen Übermacht im Saal ein. Allzu weit wollte er mit seinem Geständnis allerdings nicht gehen und grenzte die betroffenen Körperregionen sofort ein: „Nur im Gesicht, versteht sich.“

Zum Haare raufen

… fand der amtierende Vize-Europameister Roger Gagg aus der Schweiz das Anmeldeverfahren. „Ich stehe schon ewig in der Schlange. Da müssen mehr Leute her“, klagte er. Unterstützung beim Bruddeln bekam er von jenen, die ohne vorherige Anmeldung angereist waren und bei der Startnummernvergabe leer ausgingen. Der Andrang der Kurzentschlossenen war so groß, dass die Meldefrist um eine Stunde verlängert wurde. Mehr als 300 Teilnehmer hatten sich eingeschrieben und sorgten zumindest bei den Organisatoren für gute Laune. „So viele schöne Bärte auf einem Haufen hat man noch nie gesehen“, freute sich Jürgen Burkhardt.

Haarscharf

… schrammte am Samstagabend der eine oder andere Teilnehmer an der Höchstpunktzahl vorbei. „Jeder hier ist ein Gewinner“, unterstrich Jürgen Burkhardt. In vier Kategorien und 18 Untergruppen wurden die Sieger gekürt. Vier Weltmeistertitel sicherten sich die Bartträger des Clubs aus Leinfelden-Echterdingen: Eugen Hipp (Schnauzbart kaiserlich), Wolfgang Schneider (Schnauzbart naturale), Wolfgang Zeitler (Schnauzbart Dali) und Erwin Butsch (Kinnbart Musketier).

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