Balingens Trainer Jens Bürkle ist am Ende froh über den Punkt. Foto: dpa/David Inderlied

Der HBW Balingen-Weilstetten und der TVB Stuttgart trennen sich in der Handball-Bundesliga mit 25:25. Die Punkteteilung wird unterschiedlich bewertet.

Balingen - Als eine rasante Achterbahnfahrt mit einem nicht alltäglichen Knall am Ende – so ist das schwäbische Duell in der Handball-Bundesliga zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und dem TVB Stuttgart auf den Punkt gebracht. 2350 Zuschauer in der ausverkauften Balinger Sparkassen-Arena sahen ein Spiel das 25:25 (13:15) endete – was die HBW-Spieler wie einen Sieg feierten. „Wir waren nicht präsent genug und müssen froh sein, wie es hintenraus läuft“, sagte HBW-Trainer Jens Bürkle.

Auch die Gefühlswelt von TVB-Torhüter Johannes Bitter schwankte: „Wir haben in Balingen etwas mitgenommen, das ist schon mal nicht schlecht. Das ist hier nicht so oft der Fall, ich habe hier schon oft genug verloren. Andererseits hatten wir 55 Minuten lang das Spiel im Griff. Da fühlt sich ein Punkt dann nicht so gut an.“

Grobe Unsportlichkeit

3:7 (12. Minute), dann 10:8 (22.), 15:19 (38.) und kurz vor dem Ende 24:25 – so lesen sich die Zahlen aus Balinger Sicht. Bester Werfer beim HBW war Tim Nothdurft (5), beim TVB David Schmidt (6). Als 30 Sekunden vor dem Ende der Angriff des TVB wegen Zeitspiels abgepfiffen wurde, warf Adam Lönn nach dem Pfiff aufs Tor. Das werteten die Schiedsrichter als grobe Unsportlichkeit, was die Rote Karte für Lönn sowie einen Strafwurf für den HBW zur Folge hatte. Gregor Thomann verwandelte eiskalt – und sorgte nicht nur bei Jürgen Schweikardt für Frust. „Wir waren das ganze Spiel am Drücker. Aber in den letzten Minuten läuft alles gegen uns. Das tut mir wahnsinnig leid für die Jungs“, sagte der TVB-Trainer.

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