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Die Landesregierung will gegen den Fachkräftemangel in Pflegeberufen vorgehen. Währenddessen demonstrieren Pflegekräfte der Uniklinik Tübingen gegen den Personalmangel.

Stuttgart - Die angespannte Personallage an den Krankenhäusern im Südwesten hat am Mittwoch auch den Landtag beschäftigt. „Uns macht auch die Entwicklung Sorge, dass Pflegepersonal durch Arbeitsverdichtung ausbrennt und nicht mehr so lange in diesem Beruf verbleibt“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) im Plenum in Stuttgart.

Die Landesregierung gehe seit längerer Zeit intensiv gegen den drohenden Fachkräftemangel in der Pflege vor. Das Berufsbild müsse für möglichst viele und unterschiedliche Zielgruppen attraktiver werden. Als Beispiele nannte er den neuen Studiengang Pflegewissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Berufsausbildung in Teilzeit.

Demo vor der Unikklinik Tübingen

Die Debatte war von der SPD-Fraktion initiiert worden, die steigenden Krankenstand und sinkende Motivation bei Pflegekräften diagnostiziert. SPD-Sozialexperte Rainer Hinderer verlangte bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung für Pflegekräfte.

Pflegekräfte der Uniklinik Tübingen waren am Mittwoch von der Gewerkschaft Verdi wegen des Personalmangels zu einer Demonstration aufgerufen worden.

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