Gegen die Autobauer Audi, Toyota, Honda und Mitsubishi wurden Ermittlungen eingeleitet. Foto: AP

Gegen die Autobauer Audi, Toyota, Honda und Mitsubishi wurden seitens der US-Behörde für Verkehrssicherheit Ermittlungen eingeleitet. Grund ist ein Rückruf von 1,4 Millionen potenziell defekten Airbags.

Detroit - Die US-Behörde für Verkehrssicherheit hat Ermittlungen gegen die Autobauer Audi, Toyota, Honda und Mitsubishi eingeleitet. Die Untersuchung wurde wegen eines Rückrufs von 1,4 Millionen potenziell defekten Airbags des Herstellers Takata veranlasst, wie die NHTSA am Donnerstag mitteilte. Die Konzerne müssten prüfen, ob Sicherheitsmängel vorlägen, hieß es in am Mittwoch versendeten Briefen an die vier Autobauer.

Ein Honda-Sprecher sagte am Donnerstag, ob Fahrzeuge des Konzerns betroffen seien, habe noch nicht festgestellt werden können. Audi und Toyota erklärten, man prüfe noch. Mitsubishi reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Bei Airbags kann es zu Explosion kommen

Bei den Airbags des mittlerweile insolventen Herstellers Takata kann es zu einer Explosion kommen, wodurch Splitter in die Gesichter und Körper der Insassen geschleudert werden. Der Defekt hat zum Tod eines Fahrers in Australien geführt, der in einem älteren Modell der BMW 3er Reihe saß. BMW hat bereits mehr als 116 000 Fahrzeuge zurückgerufen und in einigen Fällen Fahrer angewiesen, ihre Wagen so lange stehen zu lassen, bis sie repariert werden können.

Takata gab nach NHTSA-Angaben keine Informationen darüber, in welchen Modellen oder Baujahren die defekten Airbags eingebaut worden sind.

Der Hersteller selbst erklärt, weltweit insgesamt 4,5 Millionen dieser Airbags eingebaut zu haben. Aber es sei nur noch ein Bruchteil von ihnen in Betrieb, weil die Autos so alt seien. Takata hat bereits in der Vergangenheit Airbags zurückrufen müssen, was letztlich zur Insolvenz des Unternehmens geführt hat.

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