Andy Borg kehrt als TV-Moderator zurück. Foto: dpa

Mit dem „Musikantenstadl“ machte Andy Borg Stimmung im Ersten. Nun startet er mit einer eigenen Samstagabendshow im SWR. Volksmusik und Schlager geben den Ton an - und Borg ist mittendrin.

Villingen-Schwenningen - Andy Borg geht nach dem „Musikantenstadl“ in eine Weinstube, vom Ersten ins SWR Fernsehen. Seinem Fernsehkonzept bleibt er treu. Knapp dreieinhalb Jahre nach dem Abschied von der ARD-Volksmusikshow freut sich Borg über sein Comeback als Fernsehmoderator. Im Südwesten startet er seine neue, eigene Sendung. „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ wird erstmals an diesem Samstag (22.12.) um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Jeden Monat wird es von nun an laut dem Sender eine neue Folge geben.

„Ich bin wieder da“, sagt Borg und betritt erstmals die Bühne. Für die monatliche Samstagabendshow, von der die ersten vier Ausgaben im November in einer Messehalle in Villingen-Schwenningen aufgezeichnet wurden, hat der Südwestrundfunk (SWR) als Kulisse eine gemütliche Weinstube gezimmert. Zahlreiche Zuschauer passen hinein. Volksmusik und Schlager geben den Ton an. Und Borg ist der Gastgeber.

Umstrittener Abschied vom Musikantenstadl

Der 58 Jahre alte Wiener, der bei Passau lebt und seit fast 37 Jahren als Sänger auf der Bühne steht, kehrt so als Fernsehmoderator zurück. Von September 2006 bis zum umstrittenen Abschied im Juni 2015 hat er den „Musikantenstadl“ präsentiert und ein Millionenpublikum erreicht.

Die seit Anfang der 80er Jahre laufende Eurovisionssendung lief in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Borg moderierte, als Nachfolger von Karl Moik, 56 Ausgaben. Doch die beteiligten Sender wollten nicht mehr, der beim Publikum beliebte Borg musste gehen. Es folgte die „Stadlshow“ mit neuen Moderatoren. Sie kam bei den Zuschauern nicht an - und scheiterte nach kurzer Zeit.

Borg sendet nun im SWR Fernsehen, das Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zur Heimat hat. „Es ist schön, wieder eine solche Samstagabendshow moderieren zu dürfen“, sagt er der Deutschen Presse-Agentur. Seit dem Aus des „Musikantenstadl“ habe er, wie zuvor auch, als Sänger gearbeitet, sei im Fernsehen aufgetreten und sei terminlich ausgebucht gewesen. „Langweilig ist mir nicht geworden.“ Dass er nun zusätzlich wieder eine eigene TV-Show präsentiere, empfinde er als Bestätigung seiner Musik und seiner Arbeit.

Borg mag das Konzept der neuen Sendung

Seit dem Aus des „Musikantenstadl“ sei er vom Publikum vielfach ermuntert worden, wieder zu moderieren. Nun komme eine Sendung, deren Konzept passe. Daher habe er zugesagt. „Ich sehe das als Zugabe in meinem rundum erfüllten Leben“, sagt Borg. Zudem stimme die Kulisse. Als gebürtiger Wiener habe er zu Weinstuben eine besondere Nähe.

„Schlager-Spaß mit Andy Borg“ ähnelt dem „Musikantenstadl“, hat jedoch kleinere Dimensionen. Es ist eine Schunkel-Show mit musikalischen Evergreens sowie mit Lederhosen- und Dirndlgarantie. „Ich bin sehr nah am Publikum. Das erzeugt eine gute, gemeinsame Atmosphäre“, sagt Borg. Bei anderen TV-Shows, die aus großen Hallen gesendet werden, sei das in dieser Form nicht möglich.

Kastelruther Spatzen und Cindy Berger

Für Borg und seine Gäste ist es ein Wiedersehen. In der ersten Folge der neuen Show treten Musiker auf, die beim letzten Borg-„Stadl“ 2015 dabei waren - zum Beispiel das Schlager-Duo Die Amigos, die Gruppe Fantasy sowie die Volksmusik-Geschwister Sigrid und Marina. „Es ist toll, dass es wieder eine solche Fernsehshow gibt“, sagt Amigo-Sänger Bernd Ulrich. Für Fans von Schlager und Volksmusik gebe es im Fernsehen immer weniger Sendungen. Vor allem ältere Menschen würden so ausgegrenzt. „Und sie sind ein besonders treues Publikum.“

Ebenfalls zu Gast sind in Borgs erster Sendung die Kastelruther Spatzen, Schlagersängerin Cindy Berger sowie junge Musiker und Talente aus dem Südwesten. Hinzu kommen in der zwei Stunden dauernden Sendung Comedy-Einlagen und andere Formen der Fernsehunterhaltung.

Beim SWR ist Borg ein Bekannter. Vor mehr als 20 Jahren moderierte er für den Sender „Die Schlagerparade der Volksmusik“. Neun Jahre lang und fast 100 Sendungen präsentierte er sie.

Für die Show sei er der richtige Gastgeber, sagt die Chefin der SWR-Fernsehunterhaltung, Barbara Breidenbach. Der Schlagersänger sei ein „Vollblut-Entertainer“, auf den sich die Zuschauer freuten. „Wenn man ihn jemals live auf der Bühne erlebt hat, dann weiß man, dass er eine ganz besondere Verbindung zu seinem Publikum hat, dass er die Menschen bewegt, zum Lachen bringt und wirklich begeistert.“

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