Ein Festival im DauerregenFoto:Gottfried Stoppel Foto:  

Das Musikfestival zum 40-jährigen Bestehen des Naturparks ist am Wochenende am Ebnisee buchstäblich ins Wasser gefallen – dennoch sind die Veranstalter nicht betrübt.

Kaisersbach - In diesem Sommer stehen im Rems-Murr-Kreis an jedem Wochenende Feste im Kalender, allein schon wegen der Remstal-Gartenschau. „In einen sauren Apfel mussten wir beißen“, antwortet der Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr auf die Frage, warum das Ebnisee-Festival ausgerechnet an dem Wochenende steigen musste, an dem das Backnanger Straßenfest stattfand. Dafür haben die Organisatoren zum Teil harsche Kritik in den sozialen Medien geerntet.

Das Wetter schlug erbarmungslos zu

Doch nicht nur die Festles-Konkurrenz machte den Organisatoren des Ebnisee-Festivals zu schaffen, das Wetter schlug erbarmungslos zu. „Das war ein richtiger Dauerregen. Trotzdem sind die Besucher auf ihre Kosten gekommen“, lautet zumindest Thomas Bernlöhrs Fazit.

Rund 500 mit Regenschirmen oder wasserabweisender Bekleidung ausgerüstete Besucher seien gezählt worden. Aus Sicherheitsgründen konnte allerdings nur auf einer Bühne Musik gemacht werden. „Die Gefahr von Stromschlägen war an den vier anderen zu groß“, sagt Bernlöhr, der sich trotz der Widrigkeiten um das Fest nicht resigniert zeigt. „Ich bin ganz aufgeräumt, denn die Stimmung war trotz allem hervorragend.“

Mit einer Kostendeckung habe die Stadt Welzheim bei einer Veranstaltung dieser Art sowieso nicht rechnen können. „Das Budget beträgt 50 000 Euro“, sagt der Bürgermeister. Dieses hätte man bei besserem Wetter natürlich mit mehr verkauften „Bändeln“ mindern können. „Das Programm wäre durchaus den Eintrittspreis von 25 oder 30 Euro wert gewesen. Wir haben fünf Euro verlangt.“

Bernlöhr: Keine negativen Rückmeldungen

Bisher hätten ihn keine negativen Rückmeldungen von Besuchern erreicht – im Gegenteil, sagt Bernlöhr am Montag. Einige hätten ihr Bedauern für die Veranstalter ausgesprochen, weil die ganzen Anstrengungen so vom Wetter torpediert wurden. Insbesondere Chris Thompson, die Stimme von Manfred Mann’s Earth Band, habe die Fans angelockt. Und als dieser dann trotz Umorganisation vor nur rund 200 Zuhörern den alten Hit „I came for you“ abgewandelt in „We came for you“ als Auftakt sang, sei die Stimmung trotz Regens gestiegen.

Anlass für das Festival war das 40-jährige Bestehen des Naturparks. Eine weitere Auflage des Festivals steht deshalb noch nicht im Raum.

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