Der Karlsruher SC befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Foto: dpa/Uli Deck

Nach einer zunächst erfolgreichen Zweitliga-Vorrunde muss sich der Aufsteiger Karlsruher SC kurz vor Weihnachten Sorgen um den Klassenverbleib machen. Das 0:1 gegen Wehen Wiesbaden war die zweite Heimpleite in Serie, der Abstand zur Abstiegszone schmilzt.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC hat die Wiedergutmachung für das 1:5 gegen die SpVgg Greuther Fürth verpasst und gerät in der 2. Fußball-Bundesliga immer mehr in Abstiegsgefahr. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz verlor am Freitag zum Auftakt der Rückrunde mit 0:1 (0:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden und muss den Blick nach dem schwachen Aufsteiger-Duell nach unten richten. Mit 20 Punkten beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz zum Jahresabschluss zunächst nur noch zwei Zähler. Wehen Wiesbaden bleibt trotz des Siegtreffers von Törles Knöll in der 69. Minute mit 17 Punkten Tabellenvorletzter, hat aber wieder Hoffnung geschöpft.

„Es war ein ordentliches Spiel und ein scheiß Ergebnis“, sagte KSC-Coach Schwartz. „Wir haben gemerkt, dass wir Lehrgeld zahlen müssen für kleine naive Fehler.“

Die 12 693 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion sahen bei der zweiten KSC-Heimniederlage in Serie viel Kampf und Krampf im Mittelfeld, aber kaum spannende Torraumszenen. Der Schuss von Wehens Daniel-Kofi Kyereh in der 42. Minute war der erste auf eines der beiden Tore überhaupt.

Die Karlsruher wirkten stark verunsichert

Ohne ihren gesperrten Toptorjäger Manuel Schäffler beschränkten sich die Gäste auf die Defensive und profitierten bei Knölls Tor von einem Fehler von KSC-Torwart Benjamin Uphoff, der den Ball nach einem Schuss von Gökhan Gül nicht festhalten konnte. „Das Gegentor geht ganz klar auf meine Kappe“, sagte der 26-Jährige. Aber die Mannschaft überwintere auf einem Nichtabstiegsplatz. „Wir sind damit im Soll.“

Die Karlsruher wirkten sechs Tage nach der Pleite gegen Greuther Fürth, bei der Uphoff ebenfalls gepatzt hatte, stark verunsichert und bissen sich an der Abwehr des Gegners immer wieder die Zähne aus. Lediglich ein Kopfball von Außenverteidiger Damian Roßbach sorgte für Gefahr (45.+1). Auch KSC-Torjäger Philipp Hofmann trat kaum einmal gefährlich in Erscheinung. So rannten die Badener nach der Pause meistens planlos an und blieben ohne Punkte.

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