Nur ein Bauzaun trennt B10 und die Baustelle für die neuen Verkaufsräume, die neben der WMF Fischhalle (im Hintergrund) die Geislinger Fabrikverkäufe erweitern werden. Foto: Horst Rudel

Mit einem Spatenstich ist die Erweiterung der Geislinger Fabrikverkäufe eingeläutet worden. Neben der WMF-Fischhalle soll sich das Areal zur Stadt hin öffnen – die trennende Mauer ist schon gefallen. Das könnte mehr Touristen locken.

Geislingen - Um 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf dann insgesamt 5000 werden die Fabrikverkäufe Geislingen neben der WMF Fischhalle vergrößert. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den Neubau, der direkt an der B 10 liegen wird und von dem sich die Geislinger Stadtverwaltung eine Belebung der angrenzenden Innenstadt erhofft. Die WMF hatte die Fabrikverkäufe samt der Fischhalle Ende März dieses Jahres an die Ulmer Mutschler Gruppe verkauft. Betreiber der Fabrikverkäufe ist die Retail Outlet Shopping Gesellschaft aus Wien.

Sechs bis acht neue Läden sind geplant

Gleich neben der Fischhalle will die Mutschler Gruppe bis zum Sommer 2016 zwei neue Baukörper für sechs bis acht neue Läden erstellen. Über die künftig vertretenen Marken und die Investition in den Standort Geislingen schwieg sich die Investorin noch aus. Allerdings stehe fest, dass es sich auch weiterhin um Anbieter der Branchen Modernes Zuhause und Lifestyle handeln wird.

Die WMF-Fischhalle war im vergangenen Frühjahr an die Ulmer Mutschler Gruppe verkauft und für 15 Jahre von der WMF für ihren seit den 1920er Jahren bestehenden traditionellen Fabrikverkauf zurückgemietet worden. Heute firmiert die Fischhalle gemeinsam mit den beiden angrenzenden Baukörpern mit derzeit 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche als Fabrikverkäufe Geislingen. Dort befinden sich 20 Läden aus den Branchen Tischkultur, Wäsche, Heim und Garten sowie Genuss. „Wir werden uns hier weiter als langfristiger Partner engagieren“, kündigt der WMF-Chef Peter Feld angesichts der anstehenden Erweiterung der Fabrikverkäufe an.

Viel Lob für das touristische Potenzial Geislingens

Von einem enormen Potenzial in Geislingen spricht Sylvie Mutschler, die Geschäftsführerin der Mutschler Gruppe, die mit der Erweiterung der Verkaufsflächen den Standort entwickeln und die regionale Wirtschaft stärken möchte. „Die attraktive Lage auf der Alb zwischen Ulm und Stuttgart sowie die touristische Entwicklung der Region Stuttgart, der verkehrsgünstige Standort und die tolle Einbettung in die Stadt Geislingen haben uns mehr als überzeugt,“ begründet Mutschler ihr Engagement in Geislingen. Vor allem touristisch habe sich rund um Stuttgart seit 2013 viel getan und damit liege die Region Stuttgart deutlich über dem Durchschnitt in der baden-württembergischen Tourismusbranche. Als die regionalen Highlights bezeichnet Mutschler die Kultur, Kunst, Schlösser, Täler und Bäder.

Die attraktive Altstadt lockt

Alles Argumente, die dem Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer höchstwahrscheinlich sehr freudig in den Ohren geklungen haben werden. Denn Dehmer sieht ebenfalls große touristische Entwicklungsmöglichkeiten in Geislingen, das mit einer attraktiven mittelalterlich strukturierten Altstadt mit vielen Baudenkmälern lockt und dank seiner Lage am Albtrauf über vielfältige Ausflugsziele, Wanderrouten und Sportmöglichkeiten verfügt.

Der Mauerfall kann neue Chancen eröffnen

Weil mit dem Erweiterungsbau der Fabrikverkäufe an der B 10 nun auch die Mauer gefallen ist, die das Areal bisher Richtung Stadt abgeschottet hat, erwartet Dehmer nicht nur eine städtebauliche Aufwertung, sondern hofft zudem, dass Besucher der Fabrikverkäufe künftig eher den Weg in die nahe Altstadt finden werden.

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