Der Betrieb am Manfred-Rommel-Flughafen Stuttgart kommt zum Ende der Osterferien hin stark auf Touren. Foto: Flughafen Stuttgart GmbH

Der Stuttgarter Airport erwartet den bisher verkehrsreichsten Tag, seit Ende März der Sommerflugplan in Kraft getreten ist. Die Reisenden müssen gut planen.

Stuttgart - Es wird die erste größere Bewährungsprobe in diesem Jahr, ehe dann zu Pfingsten die heiße Phase der Reisezeit beginnen wird: Am Manfred-Rommel-Flughafen Stuttgart sind an diesem Freitag insgesamt 369 Starts und Landungen geplant. In früheren Jahren waren es in Spitzenzeiten im Sommer zwar auch schon gut und gern 400 gewesen, „doch auch diese 369 Flüge sind ein pralles, anspruchsvolles Programm“, sagt Flughafensprecherin Beate Schleicher.

Rund 40 000 Reisende werden erwartet, darunter dürften etwas mehr Rückkehrer sein und etwas weniger abfliegende Passagiere – weil die Osterferien zu Ende gehen. Dennoch werden auch viele starten, weil sie für den Urlaub nicht mit den Schulferien planen müssen oder weil sie Geschäftsreisen antreten. Daher wird es auch bei den Sicherheitskontrollen wohl wieder eng.

Düstere Erinnerungen an das Jahr 2017

Schon seit Auftakt der Osterferien sind die Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen bisweilen deutlich länger gewesen als die zehn Minuten, die die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) sich als Obergrenze wünscht, damit man für die Reisenden ein komfortabler Flughafen ist. Punktuell sei es zu Wartezeiten von bis zu 45 Minuten gekommen, räumt die FSG ein, die für die Sicherheitskontrollen den Platz zur Verfügung stellt. Die Kontrollen liegen in der Hoheit der Bundespolizei, die die Fluggäste und ihr Handgepäck auch von Dienstleistern überprüfen lässt. Eine Bugwelle vor den Sicherheitsschleusen baue sich schnell mal auf, erklärt Beate Schleicher: Wenn fast zeitgleich vergleichsweise große Maschinen zu beliebten Zielen abheben, streben eben auch zeitgleich viele Passagiere zu den Flugsteigen. Über die Ostertage und davor haben die Flughafenmitarbeiter ausgeprägte Wellen beobachtet: Zwischen 4 und 6 Uhr, zwischen 8 und 10 Uhr, zwischen 13 und 14 Uhr sowie etwa von 16 bis 18.30 Uhr waren die Terminals besonders gut gefüllt.

Das weckt Erinnerungen: Ende 2016 und Anfang 2017 mussten Passagiere manchmal fast bis zu eine Stunde lang Schlange stehen. Anfang Juni 2017 zeichnete sich eine Entspannung ab. Nun aber wieder zumindest zeitweilige Spitzen von bis zu 45 Minuten. Das Phänomen, sagt Flughafensprecherin Schleicher, sei bekannt. „Wir arbeiten kontinuierlich an Prozessverbesserungen.“

Zwei neue Kontrollspuren in Terminal 1-West

So wurden Ende März 2019 zwei zusätzliche Kontrollspuren am Übergang vom öffentlichen Bereich zu den Flugsteigen eingerichtet: im Westteil von Terminal 1. Dafür gab es freilich zusätzlichen akuten Anlass, weil die Günstigfluggesellschaft Lauda Ende März eine Blitzoffensive in Stuttgart hinlegte – und nun besonders morgens viele Flüge anbietet. Die beiden zusätzlichen Kontrollstellen hätten sich bewährt und seien morgens wichtig, erklärt die FSG. Mittags könne man sie schon mal stilllegen und Passagiere zu anderen Kontrollstellen schicken.

Trotz der zusätzlichen Schleusen, die die Zahl der Kontrollspuren in den vier Terminals auf 26 erhöhen, gibt es von der Flughafenbetreiberin keine Entwarnung. Sie empfiehlt Reisenden, auf jeden Fall zwei Stunden vor der Abflugzeit am Flughafen einzutreffen – besonders, wenn man sich noch am Schalter der Fluggesellschaft eine Bordkarte ausfertigen lässt und Gepäck aufgibt. „Manche Reisende vergessen vielleicht, dass man in das Flugzeug nicht einsteigen kann wie in die S-Bahn, die man gerade noch am Bahnsteig erwischt“, sagt Flughafensprecherin Schleicher, „man hat die Abflugzeit im Kopf, aber in der Regel beginnt das Zusteigen eine halbe Stunde vorher.“

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