Bei Bad Aibling sind zwei Züge ineinander gerast. Foto: dpa

Bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge in Bad Aibling kommt ein Spezialkran zum Einsatz. Einsatzkräfte rechnen damit, dass die Arbeiten mehrere Tage dauern werden.

Bad Aibling - Nach dem Zugunglück in Oberbayern haben die Bergungsarbeiten begonnen. Ein erster Spezialkran der Deutschen Bahn sei am Mittwochvormittag am Unfallort eingetroffen, teilte das Unternehmen mit. Ein aus Fulda habe eine Tragkraft von 160 Tonnen. Zudem gehörten fünf Module inklusive Werkstatt und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte zu dem Gerät. Ein weiterer Kran aus Leipzig mit einer Tragkraft von 75 Tonnen könnte ebenfalls noch zum Einsatz kommen.

Zunächst sollten aber Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) mit schwerem Schneidegerät versuchen, die Triebköpfe auseinanderzuschneiden und danach die Züge voneinander zu trennen. Die Bergung wird nach Einschätzung der Rettungskräfte noch mindestens zwei Tage dauern. Die Arbeiten erweisen sich als extrem schwierig, weil die Unglücksstelle in einem Waldstück an einer Hangkante neben dem Flüsschen Mangfall liegt.

Am Dienstagmorgen waren zwei Nahverkehrszüge auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim bei hohem Tempo frontal ineinander gekracht. Zehn Menschen starben, 17 wurden schwer und 63 leicht verletzt.

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