Die zwei Beschuldigten sollen unter anderem eine Marihuanaplantage betrieben haben. Foto: Zollfahndungsamt Stuttgart

Ein 46 Jahre alter Mann und sein 70-jähriger Vater sollen im Kreis Göppingen sowohl ein illegales Dopinglabor als auch eine Marihuanaplantage betrieben haben. Der Zoll war den beiden auf die Spur gekommen.

Kreis Göppingen - Die Zollfahndung Stuttgart hat bereits im Oktober ein illegales Dopinglabor geschlossen sowie eine Marihuanaplantage ausgehoben, die von einem 46 Jahre alten Mann und seinem 70-jährigen Vater aus dem Kreis Göppingen betrieben wurden.

Wie die Zollbeamten melden, kamen die Ermittler den beiden Verdächtigen auf die Spur, als mehr als ein Kilogramm Betäubungsmittel in Hong Kong sowie ein Kilogramm Dopingmittel am Frankfurter Flughafen sichergestellt wurden. Die Sendungen waren an die beiden adressiert gewesen. Bei den Durchsuchungen im Kreis Göppingen entdeckten die Fahnder schließlich ein professionelles Untergrundlabor zur Herstellung von Dopingmitteln. Neben einer kompletten Laborausstattung, die aus Rührmaschine, Vakuumpumpe, Abfüll- und Etikettiermaschine bestand, fanden sie knapp 2,3 Kilogramm Dopingmittel-Rohstoffe, fast 1200 bereits offenbar mit Dopingmitteln befüllte Ampullen und Kapseln sowie zwei Kanister mit Synthesechemikalien. Außerdem beschlagnahmten die Zollfahnder etliche Verpackungs- und Versandmaterialien sowie Mobiltelefone und Computer.

Doch damit nicht genug: Die Zollfahnder entdeckten auch eine Marihuanaplantage mit 25 Pflanzen sowie Cannabissamen. Die Ermittlungen des Zollfahndungsamts Stuttgart im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg dauern an. Freiburg ist bei Verstößen gegen das Antidopinggesetz als sogenannte Schwerpunktstaatsanwaltschaft für das gesamte Bundesland Baden-Württemberg zuständig. Gegen die Beschuldigten wird außerdem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt.

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