Das Datum des Schwarzen Donnerstags bleibt den Stuttgartern in Erinnerung. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt

Vor zehn Jahren sorgt der Schwarze Donnerstag in Stuttgart für Schlagzeilen und Entsetzen. An diesem Mittwoch gibt es ab 19 Uhr im Stadtpalais eine digitale Podiumsdiskussion, bei der damalige Teilnehmer der S21-Demonstration und Experten über die Ereignisse und deren Folgen sprechen.

Stuttgart - Das Großprojekt Stuttgart 21 musste bereits zu Beginn der Planungen Mitte der 90er Jahre mit viel Gegenwind zurechtkommen. Doch am 30. September 2010 eskalierte die Situation in der Innenstadt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Demonstranten vor. Es gab zahlreiche Verletzte und viele Bürger waren erschüttert angesichts des Vorgehens der Beamten.

Der Schwarze Donnerstag ist nun zehn Jahre her. Im Stadtpalais wird dieser Tag der jüngeren Stadtgeschichte noch bis zum 15. Oktober mit einer Ausstellung aufgearbeitet. An diesem Mittwoch gibt es ab 19 Uhr zusätzlich eine digitale Podiumsdiskussion, bei der Experten und Teilnehmer der damaligen Demonstration über die Geschehnisse und deren Folgen sprechen. Die Veranstaltung kann hier live verfolgt werden.

Das sind die Teilnehmer

Moderiert wird die Veranstaltung von Armin Käfer, Autor der Stuttgarter Zeitung. Folgende Gäste sind geladen:

• Daniel Kartmann, Musiker, Teilnehmer an Demonstration am 30.9.2010

• Katharina Kraus, Auszubildende, Teilnehmerin am 30.9.2010 an der Schülerdemonstration

• Dr. Melanie Nagel, „Polarisierung im politischen Diskurs. Eine Analyse dynamischer Wissens- und Diskursnetzwerke am Beispiel von „Stuttgart 21″

• Dieter Reicherter, ehem. Staatsanwalt und Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart

• Prof. Dr. Dieter Rucht, Institut für Protest- und Bewegungsforschung Berlin, zugeschaltet

• Alexander Schlager, Regionalbüroleiter Baden-Württemberg, Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, Teilnehmer an Demonstration am 30.9.2010

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