Literaturhoffnung: Der aus Heilbronn stammende Cihan Acar Foto: Cihan Acar

Vier Autorinnen und ein Autor stehen mit ihren Debütromanen auf der Shortlist für den ZDF-„Aspekte“-Literaturpreis. Das Finale hat auch Cihan Acar mit seinem Heilbronn-Roman „Hawaii“ erreicht.

Mainz - Vier Autorinnen und ein Autor stehen mit ihren Debütromanen auf der Shortlist für den ZDF-„Aspekte“-Literaturpreis. Das Finale erreichten Cihan Acar mit „Hawaii“, Verena Keßler mit „Die Gespenster von Demmin“, Deniz Ohde mit „Streulicht“, Ronya Othmann mit „Die Sommer“ und Olivia Wenzel mit „1000 Serpentinen Angst“. Die Bekanntgabe der Preisträgerin oder des Preisträgers soll am 15. Oktober erfolgen, wie das ZDF mitteilte.

Hip-Hop und Fußball

Der Autor Cihan Acar, geboren 1986, lebt in Heilbronn. Er schrieb Bücher über Hip-Hop und über den Istanbuler Fußballclub Galatasaray. Für seinen Debütroman „Hawaii“ erhielt er den Literaturpreis der Doppelfeld-Stiftung. Verena Keßler, die in Leipzig lebt, war Stipendiatin des 23. Klagenfurter Literaturkurses; Ronya Othmann, die auch in Leipzig studiert, erhielt den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs.

Ebenfalls die Leipziger Literaturszene bereichert Deniz Ohde, die für ihren Debütroman „Streulicht“ bereits mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2020 ausgezeichnet wurde; sie steht mit ihrem Erstling auch auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, der am 12. Oktober vergeben wird. Die Berliner Autorin Olivia Wenzel schreibt auch Theaterstücke und ist als Musikerin tätig; „1000 Serpentinen Angst“ ist ihr erster Roman.

Start zu einer literarischen Karriere

Der ZDF „Aspekte“-Literaturpreis wird seit 1979 jährlich für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt vergeben. Er ist mit 10 000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury sind sind in diesem Jahr Julia Encke („Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“), Daniel Fiedler (ZDF), David Hugendick („Zeit Online“), Ludwig Lohmann (Buchhändler, Buchhandlung Ocelot) und Nicola Steiner (Schweizer Literaturclub). Der „Aspekte“-Literaturpreis war schon oft Start zu einer literarischen Karriere. Zum Beispiel erhielten ihn Vea Kaiser, Katja Petrowskaja, Thomas Hürlimann, Ingo Schulze, Zoë Jenny, Stephan Thome, Eugen Ruge, Hanns-Josef Ortheil, die spätere Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe und die spätere Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. 2019 wurde Miku Sophie Kühmel für „Kintsugi“ ausgezeichnet.

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