In jeder vierten Tube wies Ökotest den Inhaltsstoff Natriumlaurylsulfat nach, der die empfindlichen Schleimhäute reize. Foto: dpa

Im Bericht des Magazins Ökotest fallen 199 von 400 getesteten Zahnpasten durch, weil sie zu wenig bis kein Fluorid enthalten. Der Inhaltsstoff beugt Karies vor. Im Video sehen Sie, welche Zahnpasten zu empfehlen sind.

Stuttgart - Jede zweite Zahnpasta wird in einem Bericht des Magazins Ökotest als mangelhaft oder ungenügend bewertet. Das sind 199 von 400 getesteten Tuben. Der Grund hierfür sei, dass diese wenig bis kein Fluorid enthalten. Dieser Inhaltsstoff soll wirksam gegen Karies sein. Die Deutsche Zahnmedizin-Leitlinie empfehle Erwachsenen daher fluoridhaltige Zahnpasta zu benutzen. Laut Test fallen vor allem Naturkosmetikprodukte auf, die meistens nicht diesen Stoff enthalten. Ob dieser jedoch auch für Kinder geeignet ist, können Ärzte nicht eindeutig sagen.

Zusätzlich fand Ökotest heraus, dass jede vierte Zahnpasta den umstrittenen Inhaltsstoff Natriumlaurylsulfat enthält. Dieser ist für den Schaum verantwortlich, der sich während des Zähneputzens bildet. Laut Ökotest könne diese Substanz, die in jeder vierten Tube nachweisbar war, die empfindlichen Schleimhäute reizen.

Manche Zahnpasten wecken falsche Erwartungen

Viele Marken versprechen ihren Kunden strahlend weiße Zähne. Das sei aus Sicht von Ökotest jedoch unrealistisch und rufe falsche Erwartungen hervor. Auf den Verpackungen werde nicht informiert, dass die Aufhellung der Zähne von der natürlichen Zahnfarbe abhänge. Außerdem konnten die Anbieter auf Anfrage des Magazins meist keine aussagekräftigen Studien vorlegen, die den Effekt bestätigen können.

Im Video erfahren Sie, welche Zahnpasten zu empfehlen sind.

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