In dem ehemaligen Verwaltungsgebäude sollen Wohnungen entstehen. Foto: SWSG

Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft macht für 4,6 Millionen Euro am Fuße des Killesbergs aus Büros Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen.

Stuttgart-Nord - Mehr als ein halbes Jahrhundert, von 1950 bis 2015, hatten die Beamte der Bundes-Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ihre Schreibtische dort. Dann stand das Gebäude gegenüber vom Postdörfle an der Birkenwaldstraße leer. Die Beamten waren in die Heilbronner Straße 190 gezogen. Sie überwachen seither vom Bülow-Turm aus den Schiffsverkehr auf dem Neckar.

Mittlerweile packen in dem früheren Verwaltungsgebäude jedoch die Arbeiter kräftig an und krempeln das Gebäude für die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) um. Die hat das graublaue Walmdachhaus vergangenes Jahr von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gekauft und macht aus den Amtsstuben 23 geförderte Sozialmietwohnungen. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 4,6 Millionen Euro,

7,50 Euro Miete pro Quadratmeter

Das ehemalige Verwaltungsgebäude wurde Ende der 60er Jahre um einen Anbau und Garagen erweitert. „Die Büroräume eigenen sich auf Grund ihres Zuschnitts sehr gut für den Umnutzung in Wohnungen“, stellt Samir Sidgi fest. Der Geschäftsführer der SWSG hat vor kurzem symbolisch vor Ort den Schlüssel von Michael Scharf, dem Leiter des BImA-Verkaufsteams Stuttgart erhalten.

Entstehen soll am Fuß des Killesbergs bezahlbarer Wohnraum zum Quadratmeterpreis von 7,50 Euro. „Die sehr begehrte Lage ließe auch im öffentlich geförderten Bereich eine deutlich höhere Miete zu“, sagt Sidgi. Der Mietpreis für die Wohnungen liegt mit 7,50 Euro 33 Prozent unter den Vergleichsmieten in Stuttgart. Im Gegenzug dafür, dass die SWSG bei 7,50 Euro pro Quadratmeter einen Strich zieht, gibt es aus dem Topf der Förderung Wohnungsbau Baden-Württemberg (früher: Landeswohnraumförderungsprogramm) 3,3 Millionen Euro Zuschuss.

Zügig an den Start konnten die Bauarbeiten gehen, weil kein neuer Bebauungsplan notwendig war. Entstehen sollen drei Ein-Zimmer Appartements mit 31 bis 44 Quadratmetern, elf Zwei-Zimmer-Wohnungen mit etwa 41 bis 58 Quadratmetern sowie drei Drei-Zimmer-Wohnungen mit um die 70 Quadratmetern und sechs Vier-Zimmer-Wohnungen zwischen 77 und 89 Quadratmetern.

Läuft alles nach Plan, können die ersten Mieter bereits im Frühjahr nächstes Jahr einziehen.

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