Insbesondere junge Wildkatzen sehen Hauskatzen zum Verwechseln ähnlich. Foto: Thomas Stephan/BUND/obs

Wildkatzen gelten als vom Aussterben bedroht. Nun entdecken sie Wissenschaftler aber in wachsender Zahl in Europa. In der Schweiz könnte ihr Schicksal allerdings bald besiegelt sein.

Zürich - Ihr animalischer Sex-Appeal könnte den Untergang der Wildkatzen in der Schweiz besiegeln: Paarungen mit Hauskatzen könnten binnen zwei bis drei Jahrhunderten zum Aussterben der Europäischen Wildkatze in dem Land führen, warnen Forscher der Universitäten in von Genf, Zürich und Oxford.

Genetische Vermischung

In einer Studie fanden die Wissenschaftler heraus, dass Wildkatzen und Hauskatzen sich paaren und fortpflanzungsfähige Nachfolgen zeugen können.

Dadurch drohe eine immer stärkere genetische Mischung und letztlich die Verdrängung der Wildkatzen, bis beide Arten schließlich nicht mehr zu unterscheiden seien.

In der Schweiz leben nur wenige hundert Wildkatzen, aber mehr als eine Million Stubentiger. Der Studie zufolge führt das Aufeinandertreffen beider Arten in etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle zu Nachwuchs. Nur wenn solche Paarungen verhindert würden, könne die Wildkatze als eigene Art erhalten werden. Eine mögliche Maßnahme sei die Sterilisierung sämtlicher weiblicher Katzen in waldnahen Gebieten.

Lesen Sie hier: Tierverhalten – Warum schnurren Katzen? - Das sind die Gründe

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: