Der Mos Eisley-Inhaber Axel Aicklin eröffnet am 15. Oktober seine Kneipe samt neuem Stockwerk wieder. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Nach knapp drei Monaten eröffnet am kommenden Wochenende die Bar Mos Eisley wieder ihre Türen. Inhaber Axel Aicklin stellt uns den Laden samt neuem Konzept nach dem Umbau vor.

Stuttgart - Unten essen, oben feiern – so lautet die neue Devise in der Kneipe Mos Eisley am Rotebühlplatz. „Nach 16 Jahren war es an der Zeit, etwas zu verändern“, so der Inhaber Axel Aicklin, der die Bar im Millenniumsjahr 2000 eröffnet hat. Zusammen mit dem Gastronomen Uwe Wagner, der unter anderem die 20 Jahre alte Kultkneipe Oblomow an der Torstraße in der Stadtmitte betreibt, ist er das Projekt Umbau angegangen.

Das Ergebnis der geballten Gastroerfahrung der beiden Stuttgarter Urgesteine ist in erster Linie eine Erweiterung: Von nun an gibt es im Mos Eisley zusätzlich zum Erdgeschoss auch ein Obergeschoss, in dem gefeiert werden kann.

Das Erdgeschoss ist wieder geräumiger geworden, der Raucherbereich wurde nach oben verlegt. Eine neu eingebaute Treppe gegenüber dem Tresen verbindet EG und OG – oder Oberstübchen, wie Aicklin sagt – miteinander. Oben, wo bis vor einigen Monaten noch Künstler und DJs, die auf Besuch in Stuttgart waren, eine temporäre Bleibe fanden, ist nun ein großer Raum inklusive Bar und Sitzgelegenheiten.

Bodenhohe Fenster sorgen tagsüber für viel Licht, abends geben sie den Blick auf die Kreuzung von Fritz-Elsas- und Theodor-Heuss-Straße frei. „Von hier oben hat man nachts eine super Aussicht, das fühlt sich irgendwie großstädtisch an“, findet der 51-Jährige.

Wiedereröffnung mit DJ-Jubiläum

Bis es soweit war, dass Aicklin den Ausblick genießen konnte, war es ein hartes Stück Arbeit. Drei Monate lang war die Kneipe für die Renovierung geschlossen. „Eigentlich ist das Obergeschoss kein Umbau, sondern beinahe ein Neubau. Fenster, Decke, Boden, Bar – alles ist komplett neu und musste natürlich den Brand- und Schallschutzvorgaben entsprechen – am Ende dauert dann alles länger als man denkt“, so Aicklin. Umso freudiger der Blick auf die Wiedereröffnung am 14. und 15. Oktober. Unten essen, oben feiern soll da schon mal ausprobiert werden – am 15. Oktober sogar mit hochkarätiger DJ-Besetzung: DJ Skully und DJ Emilio feiern ihre 20- beziehungsweise 25-jährige Auflegerkarriere, ebenso an den Reglern sind die Stuttgarter DJs Ringo und Andreas Vogel.

„Es wird kein Club, aber wir wollen im oberen Stockwerk regelmäßig für gute Musik sorgen“, erklären Wagner und Aickelin. Mit dem Umbau wollen sie sowieso „mehr Bewegung und Dynamik ins Mos Eisley bringen“, sagt Wagner. „Wenn man sich in Stuttgart umschaut, ist doch alles vollgepflastert mit Ketten und den immergleichen Läden. Wenn auf der Theo eine Bar schließt, macht einen Monat später die nächste auf und man erkennt keinen Unterschied. Das ist alles austauschbar geworden. Dem wollen wir etwas entgegen setzen und hoffen, durch das Oberstübchen auch ein etwas jüngeres Publikum anzusprechen“, so Aicklin.

Für Stammkunden kommt jetzt die Entwarnung: Das Mos Eisley soll laut Inhaber trotz Umbaus genauso bleiben wie vorher: Weiterhin wird es von 17 Uhr an warmes Essen und am Wochenende Frühstück geben, ergänzt wird das gastronomische Angebot durch Tapas. Also, alles wie gehabt – nur eben ein bisschen größer und mit Oberstübchen.

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