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Hoffen und Bangen: VfB-Stürmer soll mit seinen Toren das WM-Aus verhindern.

Pretoria - Der Nächste, bitte: Miroslav Klose ist gesperrt - nun soll Cacau gegen Ghana die Tore erzielen und die Nationalmannschaft vor dem WM-Aus bewahren. "Ich traue mir das zu, auf jeden Fall", sagt der Stürmer des VfB Stuttgart.

Wer spielt am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Sky) gegen Ghana, lässt sich Kloses Ausfall verkraften, wie ist die Stimmung im Team, und was passiert im Fall des Ausscheidens? Bevor die Fragen auf Cacau niederprasseln, bittet der Mann, in den ganz Fußball-Deutschland so große Hoffnung setzt, um das Wort. Cacau spricht in eigener Sache. "In letzter Zeit ist mein Name ein paarmal falsch geschrieben worden", sagt er bei seinem Auftritt vor den deutschen Journalisten, "ich heiße Claudemir Jeronimo Barretto. Nicht Maria und nicht da Silva. Das ist frei erfunden." So weit, so gut. Doch dann fügt er einen Satz hinzu, der typisch Cacau ist - sympathisch, locker und bodenständig, wie der ganze Kerl: "Sie können mich aber auch als Cacau ansprechen. Sie müssen nicht Herr Cacau sagen."

Damit hat er die Lacher auf seiner Seite. Cacaus frische Art kommt an, sie ist ehrlich und authentisch. Dafür lieben ihn die Fans des VfB. Und immer mehr die Anhänger der Nationalmannschaft. Auch in schwierigen Zeiten wie diesen, da schon ein Unentschieden gegen Ghana das WM-Aus bedeuten kann. Cacau scheint das Lächeln auf den Lippen nie zu verlieren. Wie er sich die gute Laune bewahrt? "Man muss das Leben genießen, zu jeder Zeit. Das ist meine Art."

Den Vergleich mit Miroslav Klose lässt er nicht zu: "Ich bin anders, ich werde meine eigenen Stärken zeigen - Schnelligkeit, gute Ballbehandlung, Torschuss." Angst vor dem Versagen? "Natürlich ist das eine extreme Situation, wie ich sie noch nie erlebt habe", sagt Cacau - und geht drei Jahre zurück, ins Meisterjahr 2007. Der VfB musste das letzte Saisonspiel gegen Cottbus gewinnen, um den Titel zu holen. "Da mussten wir auch alles andere ausblenden. Wir lagen nach zehn Minuten mit 0:1 hinten und haben trotzdem gewonnen", sagt Cacau, "es ist gut, wenn man so eine Situation schon einmal erlebt hat."

Mit Verlaub, einen Unterschied gibt es schon: Damals konnte der VfB alles gewinnen, jetzt kann die Nationalelf alles verlieren. "Daran", sagt Cacau, "denken wir nicht." Ist wahrscheinlich auch besser so.

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