Diese Seifenkisten sind wahre Hingucker: Leon in seiner „Streifenkiste“ (links) und Oliver in seinem roten „Einsatzfahrzeug“. Foto: Mario Rollwage

Dieses Ferienprojekt war ein voller Erfolg: Ein Opa aus Gerlingen baut mit seinen beiden Enkeln Seifenkisten, die auch bei Polizei und Feuerwehr für Aufsehen und Bewunderung sorgen.

Gerlingen - Eine Seifenkiste im Polizeidesign hat die Polizei im Kreis Ludwigsburg dermaßen begeistert, dass es das Social-Media-Team der Ordnungshüter Anfang Oktober mit den Followern auf Facebook teilte (wir berichteten).

Doch wie kam es zu dem Foto und wer steckt dahinter?

Bei der Suche nach den Hintergründen zu dieser „S(tr)eifenkiste“ sind wir auf den Gerlinger Mario Rollwage gestoßen, der Mitte des Jahres die Idee hatte, seinen beiden sechs und vier Jahre alten Enkeln Leon und Oliver eine Freude zu bereiten und mit den Jungs jeweils eine Seifenkiste zu bauen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Doch erstmal der Reihe nach: „Für die Sommerferien hab ich mir ein Projekt überlegt, das ich gemeinsam mit meinen Enkeln angehen kann“, so der 56-jährige Großvater, „da bin ich darauf gekommen, mit beiden jeweils eine Seifenkiste zu gestalten.“ Und da Leon ein absoluter Polizei-Fan ist und Oliver am liebsten schon im zarten Alter von vier Jahren der Jugendfeuerwehr beitreten würde, war schnell entschieden, welche Designs die Gefährte der Jungs haben sollten.

„Ich kaufte im Internet zwei gebrauchte Seifenkisten und los ging der Spaß: Wir versetzten die Fahrzeuge in der Schreinerei meines Schwiegersohns in ihren Urzustand und beklebten und bemalten sie anschließend“, erklärt der Opa stolz, „dabei halfen die Jungs kräftig mit“. Mario Rollwage kaufte für die Streifenkiste noch eine Sirene – und fertig waren die beiden kleinen Flitzer.

Mit den Seifenkisten durch den Wald in Weilimdorf

Und wie begegneten die beiden kleinen Flitzer ihren „großen Brüdern“?

„Als ich eines Tages zufällig einen Streifenwagen vor unserem Haus in Gerlingen stehen sah, ging ich auf die Polizistin und ihren Kollegen zu und fragte sie, ob ich die Seifenkiste für einen Schnappschuss vor ihr Auto stellen könnte“, erzählt der 56-Jährige. Die beiden Beamten willigten ein – doch damit nicht genug: „Den Beamten schien das Bild so zu gefallen, dass der Polizist mich darum bat, ihm das Foto zu schicken – und so landete der Schnappschuss auf der Facebook-Seite des Polizeipräsidiums Ludwigsburg“, freut sich der Gerlinger.

Und Feuerwehr-Fan Oliver kam mit seiner Seifenkiste den Floriansjüngern sogar ganz nah. „Ein Bekannter, der bei der Freiwilligen Feuerwehr Gerlingen ist, sorgte dafür, dass Oliver der Jugendfeuerwehr bei ihrer Übung über die Schulter schauen konnte“, so Rollwage, „da durfte sein persönliches Einsatzfahrzeug natürlich nicht fehlen.“ Dass Oliver beim anschließenden Fotoshooting mit dem großen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug „Florian Gerlingen 46/1“ stolz wie Bolle in seiner knallroten Seifenkiste saß, versteht sich wohl von selbst.

„Wir sind jedenfalls begeistert, dass sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr den Spaß mitmachten und damit meinen Enkel eine riesige Freude bereiteten“, zeigt sich der Opa dankbar.

Kamen die Seifenkisten eigentlich schon mal so richtig zum Einsatz?

„Als wir Leons und Olivers Urgroßvater in Weilimdorf besuchten, führten ihm die beiden ihre zwei Gefährte auf einem Waldweg vor“, berichtet der 56-Jährige, „das war mal ein Riesenspaß, sowohl für die Jungs als auch für den Urgroßopa“.

An einem offiziellen Seifenkistenrennen dürfen die beiden (noch) nicht teilnehmen. „Das liegt an der Lenkung der beiden Fahrzeuge. Wir haben da nämlich normale Seile verbaut“, erklärt der Gerlinger, „bei Rennen sollten allerdings Lenkstangen installiert sein“. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Und überhaupt: Für Leon und Oliver steht der Spaß im Vordergrund – und den haben sie mit ihren Seifenkisten. „Wir sind doch im Herzen alle kleine Jungs geblieben und wenn die Enkel glücklich sind, dann ist die Welt doch noch in Ordnung“, fasst Mario Rollwage sein Herzensprojekt zusammen.

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