Zufrieden nach dem Durchbruch: die Landräte Bernhard Riegger und Roland Bernhard, Minister Winfried Hermann und Regionaldirektorin Nicola Schelling. Foto: Rafael Binkowski

Der gordische Knoten ist zerschlagen: Bei einem Spitzentreffen im Stuttgarter Verkehrsministerium haben sich die Landesregierung, die beiden Kreise Böblingen und Calw sowie die Städte Weil der Stadt und Renningen auf einen Kompromiss geeinigt, um die Schienenverbindung nach Calw nach über 30 Jahren wieder zu reaktivieren.

Der gordische Knoten ist zerschlagen: Bei einem Spitzentreffen im Stuttgarter Verkehrsministerium haben sich die Landesregierung, die beiden Kreise Böblingen und Calw sowie die Städte Weil der Stadt und Renningen auf einen Kompromiss geeinigt, um die Schienenverbindung nach Calw nach über 30 Jahren wieder zu reaktivieren. So soll im Dezember 2018 ein Dieselzug fahren, möglicherweise nur bis Weil der Stadt. Gleichzeitig soll aber gerprüft werden, ob entweder Waggons mit Brennstoffzellen den Diesel ersetzen, oder ob die S-Bahnlinie S 6 bis Calw verlängert wird. "Bis spätestens zehn Jahre nach Beginn der Hesse-Bahn wollen wir die zweite Stufe realisieren", erklärte der grüne Verkehrsminister Winfried Herrmann in Stuttgart.

Damit ist der drei Jahre währende Streit um die Frage, ob die Bahn nur bis Weil der Stadt oder doch bis Renningen fahren soll, erst einmal beigelegt. "Das ist ein Meilenstein für den Kreis Calw", erklärte der dortige Landrat Helmut Riegger, der spätestens bis Oktoberoder November mit den Bauarbeiten beginnen will. Sein Böblinger Kollege Roland Bernhard sagte: "Ein Kompromiss ist dann gut, wenn alle Seiten nicht zufrieden sind." Seine Idee, die Hesse-Bahn nur bis Weil der Stadt fahren zu lassen und den zweiten Abschnitt nach Renningen weit hinten anzustellen, ist nicht ganz umgesetzt worden. Dafür garantieren das Land und der Regionalvergband, dass die S 6 dauerhaft bestand hat, und auch Vorrang vor der Hesse-Bahn hat.

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