Leonberg hat fertig ausgezählt, die anderen Kommunen im Altkreis ebenfalls. Foto: LKZ

Das Ergebnis unseres #Wahltickers vom Sonntag: Hier finden Sie alle Ergebnisse der Europa- und Regionalwahl aus den Kommunen im Altkreis Leonberg in einer Aufzählung – mit Vergleichen zur Wahl 2009 und einer ersten Analyse und Einschätzung. -

Leonberg - Die Europa- und Regionalwahl war schon am Sonntagabend komplett ausgezählt. Hier die Übesicht über alle Ergebnisse aus Leonberg und den Altkreis. Generell lässt sich sagen, dass die AfD überdurchschnittlich abgeschnitten hat, im Enzkreis sogar mit zweistelligen Ergebnissen. Die Freien Wähler waren auch überdurchschnittlich erfolgreich. CDU und SPD gewinnen leicht hinzu, die FDP verliert in ihrer Hochburg flächendeckend deutlich an Federn.

Leonberg zeigt einen stabilen Trend. Die Wahlbeteiligung steigt entgegen dem Bundestrend nur leicht 54,1 Prozent. Von rund 16 829 Stimmen gültigen Stimmen entfallen 36,0 Prozent auf die CDU, das sind knapp drei Prozent mehr. Die erreicht SPD 24,5 %, das ist ein deutlicher Zuwachs um sieben Prozent. Die Grünen erzielen 13,1 % mit leichten Verlusten. Die FDP stürzt von 18 auf 6 Prozent ab. Die Linkspartei ist mit 3,5 %, fast unverändert. Die AfD erzielt wie fast überall im Altkreis überdurchschnittliche Ergebnisse, liegt bei 8,4 Prozent.

Bei der Regionalwahl in Leonberg sieht es etwas anders aus: Hier ist die CDU auch stärkste Partei mit 33,8 Prozent, die SPD ist mit 16,5 Prozent deutlich schwächer, die Freien Wähler erreichen 18,6 Prozent und die Grünen 15,9 Prozent.

Die schnellsten Auszähler heute Abend hat Renningen. Bei 47,4 Prozent liegt hier Wahlbeteiligung. Auf die CDU entfallen 34,1 % der Stimmen, auf die SPD 25,3 %, auf die Grünen 14 %, AfD 8,9 %, Freie Wähler 4,7 %, FDP 4,1 %, Linke 3,1 %. Auch hier ist es bei der Regionalwahl in Renningen etwas anders, die CDU erreicht hier nur 22,7 Prozent, während die Freien Wähler mit 40,7 Prozent klar stärkste Partei sind. Die Grünen überholen mit 15,1 Prozent klar die SPD mit 12,5 Prozent, alle anderen sind unter 5 Prozent.

Die Weil der Städter haben als letzte Kommune ausgezählt. Die Ergebnisse liegen im Trend: Die CDU liegt mit 37,5 Prozent vorne, gefolgt von der SPD mit 22,2 Prozent und den in Weil traditionell starken Grünen mit 14,0 Prozent. Die AfD ist im Altkreis-Schnitt von 8,3 Prozent, die FDP mit 4,8 Prozent und die Linke mit 3,2 Prozent eher schwach. Und die Freie-Wähler-Partei erreicht mit 3,7 Prozent, die in Konkurrenz zu den lokalen Freien Wähler bei der Europawahl antreten.

Bei der Regionalwahl in Weil der Stadt sind die „echten“, kommunalen Freien Wähler mit gut 22 Prozent eine wichtige Kraft, die CDU ist mit 32 Prozent jedoch am stärksten, die Grünen erreichen hier starke 16,5 Prozent.

In Weissach ist die CDU traditionell mit 40,4 Prozent stark, die SPD mit 20,8 Prozent eher schwach. Auch hier ist die AfD mit 8,3 Prozent überdurchschnittlich, die Grünen erreichen 12,8 Prozent und die FDP kommt mit 5,01 Prozent gerade so über die 5-Prozenthürde, die es ja diesmal nicht gibt. Die christliche AUF-Partei des Weissachers Dieter Burr hat hier mit 2,1 Prozent deutlich mehr erzielt als bundesweit, dennoch kein besonders hohes Ergebnis für die Lokalmatadoren.

Auch Friolzheim hat als eine der ersten Kommunen ausgezählt. Die AfD kommt hier sogar auf 9,7 %. Die weiteren Ergebnisse: CDU 42,4 %, SPD 21,1 %, Grüne 11,3 %, FDP 3,7 %, Linke 2,5 %.

In Rutesheim liegt die Wahlbeteiligung bei 60,1 Prozent, das könnte zumindest für den Kreis Böblingen rekordverdächtig sein. Die CDU hat 43,7 Prozent, die SPD 21,2 Prozent, Grüne 11,8 Prozent, FDP 3,7 Prozent, das sind zehn weniger als noch vor vier Jahren. Die AfD erzielt 8,3 Prozent, mehr als ein Prozent haben nur noch die Piraten und die Linke. Auch bei der Regionalwahl in Rutesheim der gleiche Trend: Die Freien Wähler schwächen mit 20,4 Prozent die anderen Parteien, wobei die CDU mit 44,1 Prozent sogar noch stärker ist.

In Heimsheim ist die Wahlbeteiligung mit 57,7 Prozent ebenfalls hoch. Die CDU liegt bei 40,3 Prozent, gefolgt von SPD (24,0 %), Grünen (12,0 %) und FDP mit 5,0 Prozent. Die Linke haben 3,1 Prozent, die AfD erreicht auch hier 8,6 Prozent.

In Mönsheim ist die Wahlbeteiligung mit 64,2 Prozent sehr hoch. Die AfD hat hier mit 11,0 Prozent einen Rekordwert. Die CDU erreicht 41,2 Prozent, die SPD 21,0 Prozent, die Grünen 10,5 Prozent, die FDP 5,7 Prozent. Die Linke hat hier weniger Stimmen als die Tierschutzpartei,die hier 1,9 Prozent erreicht. Auch die christliche PBC hat hier 1,3 Prozent.

Wimsheim ist bislang der Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung mit 75,5 Prozent. Die CDU erreicht 38,4 Prozent, die SPD 20,9 Prozent, die Grünen 12,3 Prozent, die AfD schafft hier 10,1 Prozent. Die FDP erzielt 5,6 Prozent, die Linke 2,4. Die rechtsradikalen REP und die NPD erreichen hier je ein Prozent.

Die weiteren lokalen Ergebnisse werden nach und nach eintrudeln. Die Redaktion hält die Leser den ganzen Abend auf dem Laufenden. Und gleichzeitig gibt es für die morgige Printausgabe der LKZ eine erste Analyse der Europawahl- die wird nämlich heute Abend noch ausgezählt. Wegen der komplizierten Auszählung dauern die Kommunalwahlen noch ein bis zwei Tage.

Am Montag wird mit den Ergebnissen der Gemeinderatswahlen gerechnet – am Dienstag mit den Kreistagswahlen. Wir bleiben für Sie am Drücker, werden alle Ergebnisse schnell online und gründlich analysiert in der Tageszeitung für sie melden und aufbereiten. Sobald lokale Ergebnisse verfügbar sind, erfahren Sie es als Erste.

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