Werder-Ultras boykottierten die Pokal-Partie nach einem Polizeieinsatz. Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Der SV Werder Bremen spielte im DFB-Pokal gegen Heidenheim und gewinnt. Aber der Erfolg auf dem Platz wurde von Vorkommnissen auf der Osttribüne getrübt. Ultras verließen das Stadion. Der Grund: Ein Banner gegen Wohninvest aus Fellbach.

Bremen - Werder Bremen führt mit 3:0 gegen den FC Heidenheim im DFB-Pokal, doch plötzlich kehrt bei den Ultras in der Ostkurve Stille ein. Zahlreiche verlassen sogar das Stadion. Was war passiert?

„Ein genehmigtes Banner wurde heute entgegen der Absprachen an einem nicht genehmigten Ort aufgehangen. Ordner wollten es entfernen und wurden von Werder-Fans attackiert. Ebenso unbeteiligte Besucher“, teilte der SV Werder Bremen noch während der Partie auf Twitter mit. Weiter heißt es: „Die Polizei ist daher eingeschritten und hat das Banner entfernt.“

Das Banner, um das es ging, richtete sich gegen den Namenssponsor des Weserstadions: Wohninvest aus Fellbach im Rems-Murr-Kreis. Darauf zu lesen war „Wohninvest Weserstadion – Immobilienhaie, Vorsicht bissig“.

Statt wie vom Verein genehmigt, hing es aber nicht in der Ostkurve, sondern wurde in der unmittelbaren Nähe zur Loge des Sponsors aufgehängt.

Ein Grund für den Ordnungsdienst und schließlich auch die Polizei einzuschreiten – und ein Grund für die Ultras das Spiel zu boykottieren und sogar das Stadion zu verlassen. Die Polizei erklärt ihr Einschreiten ebenfalls auf Twitter und berichtet sogar von Übergriffen:

Die Meinungen der Fans über die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes gehen auseinander.

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