Wer berufsbedingt in eine neue Wohnung zieht, der kann künftig mehr Geld vom Finanzamt zurückfordern. Foto: dpa

Aldi, Lidl und Co. führen ein neues Label für Fleischprodukte ein und Umzüge machen sich bei der Steuererklärung deutlicher bemerkbar: Wir haben aufgeschrieben, was sich zum 1. April alles ändert.

Stuttgart - Umzüge machen sich deutlicher in der Steuererklärung bemerkbar, Krankenhäuser bekommen mehr Geld für Organspende und in Stuttgart startet die Tarifreform im Nahverkehr: Zum 1. April ändert sich viel für Verbraucher.

Wir haben aufgeschrieben, wer alles von den Anpassungen und Reformen betroffen ist.

Neuer VVS-Tarif in Stuttgart

Aus 52 Zonen werden fünf Ringe: Die Ticketwahl und die Preise für den Nahverkehr in Stuttgart werden deutlich übersichtlicher. Weil viele Strecken sich nun über weniger Zonen erstrecken, wird es für viele Kunden preiswerter. Einzelne Verbindungen werden nach Angaben des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) bis zu 30 Prozent günstiger. Bei Abos können Kunden demnach bis zu 500 Euro pro Jahr sparen.

Fahrverbote für Stuttgarter Bürger

Das Diesel-Fahrverbot ist seit Montag verschärft worden. Nun gilt das Verbot für Fahrzeuge mit Euro-4-Norm und darunter auch für Bürger aus Stuttgart. Davon sind rund 18.000 Fahrzeuge betroffen. Bisher galt das Verbot nur für Auswärtige. Verboten ist den Regeln zufolge auch, seinen Diesel auf einem öffentlichen Parkplatz in der Stadt abzustellen. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von 80 Euro plus Verwaltungsgebühren.

Höherer Pauschbetrag für Umzüge

Wer beruflich bedingt in eine neue Wohnung zieht, der kann künftig mehr Steuern sparen: Vom 1. April an gilt ein neuer Pauschbetrag. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums liegt er dann für Verheiratete bei 1622 Euro statt bisher 1573 Euro und für Ledige bei 811 Euro statt 787 Euro. Daneben können etwa Kosten des Umzugswagens oder der Spedition, Maklergebühren und doppelte Mieten abgesetzt werden.

Organspende: Mehr Geld für Krankenhäuser

Krankenhäuser erhalten künftig für die Organisation der Organspende mehr Geld. Die Transplantationsbeauftragten der Kliniken bekommen mehr Kompetenzen und Freiräume. Aufgebaut werden sollen mobile Ärzteteams, die kleineren Häusern ohne eigene Experten helfen, die Voraussetzungen für Organentnahmen festzustellen.

Neues Label für Fleischprodukte

Supermarktketten führen ab sofort eine einheitliche Kennzeichnung für Rinder- und Schweinefleisch sowie Geflügel ein. Die großen deutschen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl drucken dafür ein einheitliches Siegel auf die Verkaufsverpackungen, um Verbraucher auf den ersten Blick über die Haltungsbedingungen der Schlachttiere zu informieren.

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