Plácido Domingo während einer Pressekonferenz im Juli 2019 Foto: imago images / Agencia EFE

Der spanische Star-Tenor Plácido Domingo ist nicht mehr Teil der Met-Oper. In beiderseitigem Einvernehmen sei die jahrzehntelange Zusammenarbeit beendet worden. Hintergrund ist der Vorwurf der sexuellen Belästigung mehrerer Frauen.

Der spanische Opernstar ist offensichtlich einem Rauswurf zuvorgekommen: Wie Plácido Domingo (78) selbst der "New York Times" mitteilte, hat er freiwillig die New Yorker Metropolitan Oper nur einen Tag vor einem geplanten Auftritt verlassen. Er habe die Opernleitung um die Entbindung seiner Pflichten gebeten, diese habe dem entsprochen. Die Entscheidung scheint endgültig zu sein - Domingo wird wohl nie wieder an der renommierten Met-Oper auftreten.

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Der Hintergrund der Entscheidung sind zahlreiche Vorwürfe mehrerer Frauen gegen den Spanier wegen sexueller Belästigung. Dies wies Domingo bereits mehrfach entschieden zurück, so auch in seiner jüngsten Mitteilung. Er mache sich Sorgen um ein Klima, in dem Menschen ohne echte Untersuchung vorverurteilt werden. Dennoch sei er zu der Entscheidung gekommen, dass sein Auftritt in der derzeitigen "Macbeth"-Inszenierung "von der harten Arbeit meiner Kollegen ablenken" würde.

Die Oper selbst bestätigte das Aus und schrieb in einer kurzen Mitteilung, dass man in der Causa übereinstimme. Bereits im Vorfeld dieser Entscheidung gab es immer wieder Gerüchte über einen Rauswurf bei der Met-Oper. Das Opernhaus in Philadelphia lud den Tenor Mitte August bereits aus. Einige Wochen später trat er bei den Salzburger Festspielen auf und wurde dort demonstrativ mit Applaus, Standing Ovations und Bravo-Rufen gefeiert.

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