Der indische Bergsteiger Satyarup Sidhantha behauptet, dass das Paar sein Foto gefälscht habe, um die Bergbesteigung auf dem Mount Everest zu dokumentieren. Foto: AP

Ein indisches Bergsteigerehepaar hat seinen Sturm auf den Gipfel des Mount Everests mit gefälschten Fotos vorgetäuscht. Das Paar ist nun für den Mount Everest und für weitere Berge gesperrt.

Kathmandu - Die gefälschten Fotos der Gipfelbesteigung des indischen Paares veröffentlichte das nepalesische Bergsteigeramt am Dienstag. Sein Vertreter Gyanendra Shrestha sagte, die Regierung habe das Zertifikat vom Mount Everest für die beiden annulliert und ihnen verboten, in den kommenden zehn Jahren irgendeinen Berg in dem Land zu erklimmen.

Gipfel nie erreicht

Das Paar - beide arbeiten als Polizisten im indischen Staat Maharastra - hatte anhand von Fotos behauptet, im Frühjahr den 8850 Meter hohen Berg bezwungen zu haben. Sie seien damit das erste indische Ehepaar, dem das gelungen sei. Andere Kletterer hatten aber erklärt, die beiden hätten den Gipfel nie erreicht. Sie hätten die Fotos von jemand anderem benutzt, um das Zertifikat zu bekommen. Daraufhin war die Ermittlung eingeleitet worden.

Ein anderer indischer Bergsteiger sagte denn auch, es sei sein Foto, das die beiden genutzt und verändert hätten, so dass es scheine, sie seien auf dem Gipfel. In diesem Jahr haben in der von März bis Mai dauernden Saison 454 Menschen den Gipfel des höchsten Bergs der Welt erreicht.

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