Der Mann hatte in einem Spielcasino tausende Euros verzockt. (Symbolbild) Foto: dpa

Ein Mann verzockt in einem Casino viel Geld. Weil er es seiner Familie nicht sagen will, erfindet er kurzerhand einen Überfall am Ludwigsburger Bahnhof. Doch die Polizei kommt ihm auf die Schliche.

Ludwigsburg - Ganz schön dreist: Weil ein Mann in einem Spielcasino viel Geld verzockt hat, erfand er einfach einen Raub. Wie die Polizei berichtet, meldete der 50-Jährige sich am 22. Dezember bei der Polizei in Ludwigsburg. Er gab an, gegen 21.50 Uhr am Bahnhof von drei Unbekannten angegriffen und ausgeraubt worden zu sein. Die Täter hätten ihm seine Geldbörse mit einem vierstelligen Bargeldbetrag weggenommen. Die Polizei machte den Vorfall nicht öffentlich, weil die Geschichte damals schon dubios klang, wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilt.

Der Mann täuschte eine Straftat vor

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben nun, dass der 50-Jährige den Raub nur vorgetäuscht hatte, weil er zuvor in einem Spielcasino am Bahnhof viel Geld verspielt hatte. Offenbar wollte er dies gegenüber seiner Familie nicht zugeben und so erfand er den Raub.

Die Polizei kam ihm auf die Schliche, weil ein Sicherheitsdienst des betreffenden Casinos den Hinweis gab, dass dieser Mann am selben Tag viel Geld bei ihnen verspielt hatte. Er wird sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten müssen.

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