Mithilfe von weiteren Streifen wurde die Situation unter Kontrolle gebracht. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Nach der Anti-Rassismus-Demonstration in Stuttgart solidarisiert sich eine unbeteiligte Gruppe mit einem 33-Jährigen am Hauptbahnhof. Er war ohne Fahrschein unterwegs, sodass die Polizei seine Identität fest stellte.

Stuttgart - Mehrere Personen haben sich am Samstagabend am Stuttgarter Hauptbahnhof nach einem Polizeieinsatz mit einem Mann solidarisiert. Wie die Polizei berichtet, war der 33-jährige Nigerianer im Intercity zwischen Göppingen und Plochingen ohne Fahrschein unterwegs, sodass der Zugbegleiter die Bundespolizei alarmierte.

Im Stuttgarter Hauptbahnhof wollten Beamte gegen 19 Uhr die Identität des Mannes feststellen und fanden bei ihm mehrere auf andere Personalien ausgestellte Dokumente. Diese Dokumente wurden von der Polizei sichergestellt und der in Starnberg wohnhafte Mann durfte gehen. Der 33-Jährige forderte kurz darauf die Rückgabe der sichergestellten Dokumente, schrie dabei laut und verhielt sich aggressiv, so die Polizei.

Unbeteiligte Gruppe geht die Polizei verbal an

Eine bis dato unbeteiligte Menschengruppe von circa 15 Personen auf dem Querbahnsteig solidarisierte sich daraufhin mit dem Mann und ging die Beamten verbal an. Lautstark wurde die Rechtmäßigkeit der Personenkontrolle hinterfragt. Mit weiteren Polizeistreifen wurde die Lage kurz darauf beruhigt. Am Samstag hatten in Stuttgart mehrere tausende Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert.

Erst vor einer Woche hatte ein junger Mann am Kleinen Schlossplatz eine Straftat vorgetäuscht und einen Polizeieinsatz provoziert. Im Zuge dessen hatten sich tumultartige Szenen entwickelt und mehrere hunderte Schaulustige kesselten die Beamten ein.

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