Kathleen Weiß wird in der kommenden Runde nicht das Trikot von Allianz MTV Stuttgart tragen. Foto: Baumann

Ex-Nationalspielerin Kathleen Weiß hätte der Königstransfer des neuen Deutschen Volleyball-Meisters Allianz MTV Stuttgart sein sollen. Nun bat die 35-Jährige kurz vor dem Beginn der Vorbereitung um ihre Vertragsauflösung.

Stuttgart - Der deutsche Volleyball-Meister Allianz MTV Stuttgart steht zwei Monate vor dem Bundesliga-Auftakt überraschend vor einer personellen Herausforderung. Grund dafür ist, dass die langjährige Nationalspielerin Kathleen Weiß kurzfristig um die Auflösung ihres Vertrags gebeten hat, um ein berufliches Angebot anzunehmen. Das teilte der Verein am Montag mit.

Die 35-Jährige, die erst im Mai geholt worden war, war mit einer zentralen Rolle für die kommende Saison eingeplant. Die Kaderplanung der Stuttgarterinnen war eigentlich bereits abgeschlossen.

„Für uns als Verein ist es einfach nicht in Ordnung und auch einigermaßen unprofessionell, bestehende Verträge einfach aufzukündigen - selbst wenn die Gründe hierfür vielleicht nachvollziehbar sein mögen“, sagte Sportdirektorin Kim Renkema in einer Vereinsmitteilung: „Momentan sind wir bereits in ersten Gesprächen mit potenziellen Zuspielerinnen. Der Markt ist jedoch bereits sehr leergefegt, vor allem vor dem Hintergrund, dass wir natürlich eine möglichst hochklassige Spielerin verpflichten möchten.“

Ärgerlich ist das aus Sicht der Stuttgarterinnen, weil die Verantwortlichen im Zuge der Verpflichtung von Weiß Madison Bugg kein neues Vertragsangebot unterbreitet hatten. Die US-Amerikanerin, vor der vergangenen Saison vom Dresdner SC gekommen, hat vor allem im entscheidenden fünften Finale gegen den SSC Schwerin gezeigt, wie groß ihr Potenzial ist. In der kommenden Saison spielt die 25-Jährige für ASPTT Mulhouse.

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