Unsanft gelandet: Channon Thompson verletzt sich am Fuß und muss behandelt werden. Foto: Baumann

Der Sieg von Allianz MTV Stuttgart im Pokal-Achtelfinale gegen NawaRo Straubing ist teuer erkauft. Außenangreiferin Channon Thompson verletzt sich am schwer Fuß.

Stuttgart - Große Freude über den 3:1(25:20, 25:17, 24:26, 25:20)-Sieg im Achtelfinale des DVV-Pokals gegen NawaRo Straubing wollte bei Kim Renkema nicht aufkommen. Kurz zuvor hatte die Sportdirektorin der Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart mit der Verpflichtung von Zuspielerin Ainise Havili die letzte Baustelle im Kader geschlossen, und schon ging die nächste auf. Am Ende des ersten Ballwechsels war Außenangreiferin Channon Thompson unsanft auf dem Parkett der Scharrena gelandet und hatte sich schmerzverzerrt die linke Ferse gehalten. Eine MRT-Untersuchung in dieser Woche soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. „Wir ­bekommen einfach keine Ruhe rein“, sagte Renkema, „die Nationalspielerinnen sind überspielt, dazu kommen die Verletzungen. Und das sieht man dann auch auf dem Feld. Es ist mitunter chaotisch.“

Der Schreck sitzt in den Knochen

Der Schreck über die Verletzung ihrer Mitspielerin hatte den Stuttgarterinnen im ersten Satz merklich in den Knochen gesteckt. Erst in der Schlussphase des Durchgangs fand der deutsche Meister den Rhythmus im Angriff, so dass die beherzt aufspielenden Straubingerinnen, die der MTV vor elf Tagen in der Bundesliga deutlich besiegt hatte, nur noch zu wenigen einfachen Punkten kamen. Und als sich die Stuttgarterinnen nach zwei souveränen Sätzen schon auf der Siegerstraße wähnten, wich die gute Phase im Spiel phasenweise wieder dem Chaos. „Wir sind noch nicht stabil genug“, sagte Trainer Giannis Athanasopoulos, „deshalb müssen wir uns jeden Sieg hart erarbeiten.“

Krystal Rivers überragend

Für die nötige Beruhigung sorgte im vierten Satz neben der offensiv überragenden Krystal Rivers (25 Punkte) Mittelblockerin Martina Samadan, die in den ersten drei Durchgängen geschont worden war. Mit der Kroatin stabilisierte sich die Defensive, so dass sich bei Kim Renkema nach rund zwei Stunden Spielzeit doch noch ein Siegerlächeln auf dem Gesicht breitmachte.

Für die zweite Mannschaft der Stuttgarterinnen ist das Pokalabenteuer dagegen ­beendet: Gegen den Favoriten Dresdner SC war der Zweitligist beim 0:3 (8:25, 14:24, 14:25) in heimischer Halle chancenlos.

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