Die Inzidenz steigt in Stuttgart weiter. Gleichzeitig wird aber auch wieder mehr gegen das Coronavirus geimpft. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Inzidenz in Stuttgart steigt weiter in kräftigen Schritten an. Erstmals liegt der Wert nun über der 400er-Marke. Auch eine Handvoll neuer Omikron-Fälle ist registriert worden.

Stuttgart - Die Inzidenz steigt in der Landeshauptstadt wie vorhergesagt in erheblichen Schritten. Am Dienstagabend meldete das Landesgesundheitsamt für Stuttgart weitere 690 Neuinfektionen. Das ist der bisher zweithöchste Tageswert. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit auf 415,5 Fälle pro 100 000 Einwohner und übersteigt zum ersten Mal in der Pandemie die 400er-Marke.

Bereits am Montag hatte die Inzidenz mit 668 Neuinfektionen einen Sprung auf 398,2 Fälle gemacht. Nur am 10. November war der Zuwachs an Neuinfektionen mit plus 716 Fällen noch höher gewesen, allerdings bei einer deutlich geringeren Inzidenz.

Weitere Omikron-Fälle registriert

Auch neue Infektionsfälle mit der erstmals in Südafrika aufgetretenen Omikron-Variante des Coronavirus sind in Stuttgart registriert worden. Stadtsprecher Sven Matis sprach von einer „Handvoll weiterer Fälle“. Man könne in Bezug auf die Verbreitung der neuen Variante, die als noch ansteckender gilt als die bisherige Delta-Version, aber bisher „keine exponentielle Ausbreitung feststellen“, erklärte der Stadtsprecher.

Vielmehr geht das jetzige, im Vergleich mit dem Umfeld ausgeprägtere Wachstum auch auf einen Nachholeffekt zurück. Stuttgarts Gesundheitsamtsleiter Stefan Ehehalt hatte kürzlich erklärt, die Inzidenzen in der Landeshauptstadt, die einige Zeit anders als andernorts eine Seitwärtsbewegung zwischen 300 und 400 Fällen vollzogen hatten, würden bald deutlich steigen. Als Grund nannte Ehehalt, dass man gemessen am extrem hohen Fallaufkommen zu wenig Personal gehabt habe, die neu eingestellten Kräfte aber erst noch eingelernt werden müssten.

Inzwischen ist die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Falleingabe von 29 auf 37 erhöhte worden, sodass auch der vorhandene Rückstau aufgearbeitet werden kann.

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