So nah sollte man einem Braunbären in freier Wildbahn lieber nicht kommen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Katrin Walch

Beim Sammeln von Kiefernknospen trifft der zwölfjährige Alessandro in den italienischen Dolomiten auf einen Braunbären. Das Video, das sein Vater von der ungewöhnlichen Begegnung gemacht hat, geht nun viral.

Sporminore - Eigentlich wollten der zwölfjährige Alessandro Brenda und seine Familie nur Kiefernknospen sammeln, um anschließend Sirup daraus zu kochen. Doch auf dem Rückweg nahm ihre Wanderung im Nonstal in der Region Trentino-Südtirol plötzlich eine unerwartete Wendung.

100 Meter neugierig verfolgt

Im Gelände ist Alessandro offenbar auf ein Bärenjunges gestoßen, das dort seine ersten Schritte wagte. Als er seinen Blick hob, stand auf einmal ein ausgewachsener Braunbär vor ihm, der ihn daraufhin 100 Meter lang neugierig verfolgte.

Sehen Sie die ungewöhnliche Bären-Begegnung im Video:

Der Vater filmte den unglaublichen Moment und redete währenddessen ruhig auf seinen Sohn ein: „Dreh dich nicht um, verhalte dich ruhig und geh langsam auf mich zu. Der Bär macht sein Ding, und du machst deines.“

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Alessandro blieb cool und entfernte sich still und heimlich von dem Bären. Mit Erfolg: Nach einigen Metern ließ der Bär von dem Jugendlichen, der derzeit für sein besonnenes Verhalten in den italienischen Medien gefeiert wird, ab und suchte das Weite.

In einem Interview sagte er später, dass er vor nicht allzu langer Zeit ein Video darüber gesehen habe, wie man sich im Fall, einem Bären in freier Wildbahn zu begegnen, verhalten sollte. Oberstes Gebot sei dann nämlich, ruhig zu bleiben.

Übersichtskarte des Nonstals:

Die Alpenregion im Grenzgebiet von Österreich, Italien und Slowenien ist die Heimat einer der wenigen Braunbärenpopulationen in Europa. Dabei kommt es immer wieder zu Sichtungen der Tiere.

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