Schwere Zeiten: VfB-Präsident Wolfgang Dietrich (re.), Sportvorstand Thomas Hitzlsperger. Foto: Baumann

Unruhige Zeiten beim VfB Stuttgart – auf und außerhalb des Platzes. Nun gibt es neuen Wirbel um die Frage, wann Präsident Wolfgang Dietrich seine Anteile am Fußballinvestor Quattrex AG veräußert hat.

Stuttgart - An diesem Samstag (18.30 Uhr) startet der VfB Stuttgart im Spiel eins unter Trainer Nico Willig einen neuen Versuch, seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga zu stoppen. Schafft es der VfB gegen Borussia Mönchengladbach sich aufzuraffen, ein neues Gesicht zu zeigen und zu punkten? Das ist die Hauptfrage, die die Fans beschäftigt. Doch auch außerhalb des Platzes gibt es das eine oder andere Fragezeichen. Die Führungsetage mit Präsident Wolfgang Dietrich an der Spitze steht nach wie vor im Kreuzfeuer der Kritik. Der Fan-Ausschuss, ein offizielles Gremium des Vereins, schrieb zuletzt einen offenen Brief an den Präsidenten. Die Antworten zerstreuten offenbar nicht alle Zweifel, was seine berufliche Vergangenheit und seine Verflechtungen zum Fußballinvestor Quattrex betrifft. Konkret geht es um die luxemburgische Firma Quattrex GP S.a.r.l. Das ist der General Partner einer Investmentgesellschaft, die den Fonds „Quattrex German Opportunities“ aufgelegt hat. Dieser hat unter anderem den Zweitligisten 1. FC Heidenheim und Union Berlin, mögliche Gegner des VfB in den Relegationsspielen am 23. und 27. Mai, Millionen zur Verfügung gestellt.

Wann hat Dietrich Anteile veräußert?

Seine Anteile an dieser Firma, so erklärte Dietrich, habe er am 13. Oktober 2016 verkauft, vier Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten. Der „Kicker“ behauptet nun in seiner neuesten Ausgabe, dass er seine Anteile erst am 9. Dezember 2016 abgestoßen hätte, also rund zwei Monate später als vom VfB-Chef behauptet. Die entsprechende Abänderungseintragung liegt dem Fachmagazin laut eigenen Angaben vor.

Bisher hatte Dietrich zu allen Vorwürfen, was mögliche Interessenskonflikte aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit betrifft, eine Antwort parat. Auch diesmal? „Dietrichs Verteidigungsstrategie erweckt den Eindruck des Zündens von Nebelkerzen“, schreibt der „Kicker“.

Wie auch immer: Es bleibt turbulent rund um Krisenclub vom Cannstatter Wasen. Fest steht nur eines: Die beste Medizin für den Patienten VfB wäre ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach.

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