Wechsel perfekt: Michael Reschke kommt vom FC Bayern zum VfB Stuttgart. Foto: imago

Einen Tag nach der Trennung von Jan Schindelmeiser hat der VfB Stuttgart einen Nachfolger des Sportvorstands verpflichtet. Michael Reschke kommt vom FC Bayern München – und übernimmt schon bald.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat nach der Freistellung von Jan Schindelmeiser schnell Nägel mit Köpfen gemacht und am Samstag die Verpflichtung von dessen Nachfolger perfekt gemacht. Michael Reschke kommt vom FC Bayern und soll das Amt des Sportchefs der VfB Stuttgart 1893 AG bereits Ende August übernehmen. Sein Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

„Ich bin stolz darauf, dass wir ihn für den VfB Stuttgart gewinnen konnten. Er ist ein absoluter Glücksfall für unseren Verein“, sagte Wolfgang Dietrich, der Präsident des Hauptvereins und Aufsichtsratschef der VfB AG. Der 59-Jährige Reschke erklärte: „Es gibt im Leben Chancen, die man einfach ergreifen und Herausforderungen, denen man sich stellen muss. Und dies trifft jetzt beim VfB Stuttgart exakt zu. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und weiß um die riesige Bedeutung des VfB für die Menschen in der Region.“

Fachmann für Scouting und Kaderplanung

Reschke gilt als Fachmann für Scouting und Kaderplanung, war lange Zeit in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Nachwuchschef, bei Bayer Leverkusen beschäftigt und zuletzt (seit 2014) im Dienst des FC Bayer weltweit auf der Suche nach Talenten und Verstärkungen. „Er ist seit seiner Zeit bei Bayer 04 Leverkusen und Bayern München national und international hervorragend vernetzt und sehr geschätzt“, sagt Dietrich. Ein breites Aufgabenfeld findet er nun beim VfB vor.

Zum einen gilt es, die Mannschaft für die Bundesliga zukunftssicher aufzustellen. Die aktuelle Transferperiode endet zwar Ende August, schon im Winter können aber weitere Weichen gestellt werden. Zudem gilt es, das Scouting und den Nachwuchsbereich weiter zu reformieren. „Er hat Sport studiert, besitzt die Fußballlehrer-Lizenz des DFB, war bereits Chef eines erfolgreichen Nachwuchsleistungszentrums, hat dabei in der Jugend verschiedene Titel gewonnen, ist aber auch seit vielen Jahren im Profifußball erfolgreich tätig“, sagt Dietrich über Reschke, dem beim FC Bayern das Amt des Sportvorstands oder Sportdirektors verwehrt geblieben war. Als Nachfolger von Matthias Sammer hatte der Rekordmeister jüngst Ex-Profi Asan Salihamidzic verpflichtet. Langjährige Wegbegleiter beschreiben Reschke als Teamplayer, der gerne im Hintergrund arbeitet, aber auch seine Chefrolle ausfüllen kann. Zudem wird ihm zugeschrieben, in unterschiedlichsten Kategorien schon Transfererfolge nachgewiesen zu haben. Zudem gilt er als extrem fleißiger Spielebeobachter mit einem weltweiten Netzwerk.

Reschke sieht sich als Diener des Clubs

„Ich habe mich immer als Diener der Mannschaft und den Mitarbeitern meiner Clubs gesehen und hoffe, dass ich den Erwartungen und Verpflichtungen gemeinsam mit dem Mitarbeiterteam des VfB Stuttgart gerecht werden kann“, sagt Reschke zur Definition seiner neuen Rolle beim Bundesliga-Aufsteiger. Ob er noch einen vertrauten Mitarbeiter für das Scoutingteam mitbringt, klärt sich in den kommenden Tagen.

Der VfB hatte sich am Freitag von Sportvorstand Jan Schindelmeiser getrennt. Grund waren unterschiedliche Auffassungen über die Kaderplanung. Zudem wurden ihm Alleingänge bei Transfers vorgeworfen. Offiziell wird die Trennung am 30. September, schon jetzt ist Schindelmeiser freigestellt.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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