Tim Walter beim abschließenden Gespräch mit den anwesenden Journalisten am Trainingsplatz des SC Kitzbühel. Foto: Pressefoto Baumann

Das Trainingslager des VfB Stuttgart ist so gut wie beendet, an diesem Samstag steht noch ein Test gegen YB Bern an. Wir haben mit Trainer Tim Walter gesprochen, der eine Bilanz der letzten Tage zieht.

Stuttgart/Kitzbühel - Das Trainingslager des VfB Stuttgart unter dem Wilden Kaiser steht vor dem Abschluss. Eine Morgeneinheit steht an diesem Samstag in Kitzbühel noch an, gefolgt vom Test gegen den aktuellen Schweizer Meister, YB Bern (15.30 Uhr in Fügen, Liveticker). Es waren schweißtreibende Tage mit teils tropischen Temperaturen – und hochintensiven Einheiten. Die VfB-Spieler mussten an ihre körperlichen und mentalen Grenzen gehen. Sie taten es ohne Murren und nicht wenige Beobachter der Aktivitäten kamen zu dem Schluss, selten so eine engagierte und motivierte Truppe im Brustringtrikot während einer Vorbereitung gesehen zu haben.

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Das bestätigt auch der Trainer. „Ich bin sehr zufrieden, wie alle es annehmen. Auch wenn sie manchmal gegen Ende der Einheiten wieder in alte Muster zurückfallen“, sagt Tim Walter, wohlwissend, dass noch lange nicht alles Gold ist, was glänzt. Er fordert viel von seiner neu zusammengestellten Mannschaft ein. Mut, Offensivdrang, Risikobereitschaft und den absoluten Willen, immer Vollgas zu geben. „So wird es auch weiter gehen“, blickt Walter schmunzelnd auf die kommenden Wochen voraus. Bereits in 28 Tagen startet die Saison. „Bei uns gibt es nur Vollgas – schließlich verlange ich das in den Pflichtspielen ja auch – und dazu müssen dann alle bereit sein.“

Rafting-Gaudi und gemütlicher Hüttenabend

Bereit dazu sind auch die Arrivierten. Mario Gomez, Holger Badstuber, Gonzalo Castro und Daniel Didavi – sie alle haben zuletzt beim VfB so einige Trainer kommen und gehen sehen. Dennoch zeigen sich die Routiniers gegenüber Walters radikalem Ansatz aufgeschlossen. „Ich kann da nur ein großes Lob aussprechen. Sie sind sehr bereit, die Dinge anzunehmen“, konstatiert der Trainer. Zu Belohnung gab es am Donnerstag für alle einen halben Tag zur Erholung frei – verbracht wurde er gemeinsam. Beim Rafting kam die Gaudi nicht zu kurz, ein gemütlicher Hüttenabend rundete den Tag ab.

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An diesem Samstag geht es nun darum, noch einmal an die Grenzen zu gehen. Das Testspiel gegen Bern ist der vorläufige Höhepunkt der ersten Vorbereitungsphase. Es gelte, unter Stress und trotz Müdigkeit gegen einen starken Gegner „mit der Schwere im Kopf trotzdem die Inhalte abzurufen“, sagt Walter. Vollgas eben.

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