Rätselraten um künftigen Verein: Ibrahima Traoré (re., gegen Patrick Herrmann) Foto: dpa

Ibrahima Traoré kokettiert mit seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Aus Rücksicht auf die schwere Lage des VfB gibt er seinen künftigen Arbeitgeber nicht bekannt.

Mönchengladbach - Wer seinen schwungvollen Auftritt beim 2:0 gegen den SC Freiburg in Erinnerung hatte, dem kam Ibrahima Traoré etwas befangen vor. Was womöglich daran lag, dass der Flügelflitzer des VfB bei seinem neuen Arbeitgeber vorspielte. Im Sommer wechselt der Nationalspieler aus Guinea zu Borussia Mönchengladbach, aber: pssst – nicht weitersagen. Traoré machte auch nach dem 1:1 ein Geheimnis daraus. „Aus Respekt vor meinen Kameraden“, wie er betonte, „solange der VfB im Tabellenkeller steckt, will ich nicht über meine Zukunft reden.“ Was er indirekt aber doch tat. Sein Wechsel, so er denn bekannt wird, werde „keine Überraschung sein“. Also Mönchengladbach, wo er rund drei Millionen Euro im Jahr verdienen wird – zu viel für den VfB, der sich dieser Forderung verweigerte und ihn ziehen lässt.

Um ein Haar wäre Traoré zum Mann des Spiels geworden – wenn der Ball bei seinem Freistoß (87.) nicht an die Latte geklatscht, sondern zum 2:0 im Tor gelandet wäre. So lief ihm Juan Arango (89.) den Rang ab. Der Venezolaner erzielte den Ausgleich – ausgerechnet der Mann, den Ibrahima Traoré wohl aus dem Kader drängen wird.

„Gute Heimreise“, wünschte ein Journalistenkollege, „bis bald.“ Von Traoré kam kein Widerspruch.

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