Zweikampf: Gruezo (li.) gegen Boateng. Foto: Pressefoto Baumann

Nach vier Einsätzen von Beginn an ist der Winter-Neuzugang, der für 1,5 Millionen Euro vom ecuadorianischen Erstligisten Barcelona SC Guayaquil kam, zur unverzichtbaren Größe beim VfB geworden.

Stuttgart - Am Ostermontag gab es Entwarnung. Alles gut, sagte ein VfB-Sprecher, Carlos Gruezo kann an diesem Freitag bei Hannover 96 (20.30 Uhr/Sky) spielen. Mit muskulären Problemen am rechten Oberschenkel war der Mittelfeldmann beim 3:0 gegen den FC Schalke 04 nach 73 Minuten ausgewechselt worden. Ein Schreckensmoment war das – vor allem für Trainer Huub Stevens. Kurz nach dem Spiel war der VfB-Coach noch in Sorge. Er legte die Stirn in Falten und betonte: „Carlos ist der Einzige bei uns, der den Sechser vor der Abwehr spielen kann.“

So weit hat es Carlos Gruezo (19) also schon gebracht. Nach vier Einsätzen von Beginn an ist der Winter-Neuzugang, der für 1,5 Millionen Euro vom ecuadorianischen Erstligisten Barcelona SC Guayaquil kam, zur unverzichtbaren Größe beim VfB geworden.

Einer, der die Fähigkeiten Gruezos gut beurteilen kann, lobt den Kämpfer aus Ecuador in den höchsten Tönen. Innenverteidiger Georg Niedermeier hat Gruezo in jedem Spiel vor sich – und sagt: „Er ist der Zweikämpfer, der uns gefehlt hat.“ Niedermeier ist oft die Aggressivität in Person und gibt selbst gerne den Vorkämpfer, umso höher ist nun seine Aussage zu bewerten. „Die Aufgabe von Carlos ist es, schon bei eigenem Ballbesitz mögliche Räume für den Gegner zuzustellen und so Konter zu unterbinden, darauf legt unser Trainer großen Wert“, sagt Niedermeier.

Die Folge: Gruezo ist stets auf der Lauer. Und wenn es sein muss, begibt er sich in Windeseile auf die Jagd. Nach dem Ball, nach dem Gegner, und meist mit dem richtigen Gespür für Zeit und Raum. Mit seiner Aggressivität legte Gruezo nun die Schalker Offensivzentrale an die Kette. Und erledigte das mit der Unaufgeregtheit eines Routiniers. „Er hat sich nach einer kurzen Anpassungsphase ins Team hineingespielt“, lobt Sportvorstand Fredi Bobic. Carlos Gruezo ist gekommen, um zu bleiben.

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