Nicolas González traf zum 2:1. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart kam am Samstag beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli zum einem Last-Minute-Sieg. Nach einer schwachen ersten Halbzeit wurde das Team von Trainer Tim Walter immer stärker.

Stuttgart - Nicólas González hat mit seinem späten Tor zum 2:1 (0:1) gegen den FC St. Pauli für große Erleichterung beim VfB Stuttgart gesorgt. Der eingewechselte Argentinier traf in der 90. Minute zum Sieg für den lange Zeit enttäuschenden Favoriten, der nun mit sieben Punkten aus drei Spielen ebenso viele Zähler auf dem Konto hat wie Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV. „Wenn du in der 90. das Tor machst ist das ein geiler Sieg“, sagte der erneut überzeugende Innenverteidiger Holger Badstuber. St. Pauli dagegen wartet nach drei Spielen weiter auf den ersten Sieg und steckt mit einem Punkt im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga.

González war erst unter der Woche als Sieger von den Panamerika-Spielen zurück nach Stuttgart gekommen. Vor seinem ersten Saisontor hatte er seine Geschichte unglücklicher Situationen im VfB-Trikot zunächst fortgeschrieben und fünf Meter vor dem Tor ein Luftloch geschlagen (70. Minute).

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Kapitän Marc Oliver Kempf hatte für den großen Favoriten nach 60 Minuten zum Ausgleich getroffen. St. Pauli nutzte eine seiner guten Kontersituationen zum 1:0 durch den starken Mats Möller Daehli (18. Minute).

In der mit 53 315 Zuschauern nicht ausverkauften Mercedes-Benz Arena konnte Trainer Tim Walter auf nahezu alle Spieler zugreifen, der Grieche Anastasios Donis und Acht-Millionen-Euro-Neuzugang Silas Wamangituka schafften es gar nicht in den Kader. Dennoch war die Mannschaft mit einem etwa vier mal so großen Marktwert wie dem der Gäste aus Hamburg nicht in der Lage, ihre Qualität auch auszuspielen.

Deutlich mehr Ballbesitz beim VfB

Der VfB hatte über weite Strecken der Partie zwar deutlich mehr als 60 Prozent Ballbesitz, nach einer guten Anfangsphase aber über lange Zeit kaum noch zwingende Torchancen. Es fehlten das Tempo und die für das System Walters so wichtigen Anspielstationen im Mittelfeld.

Auch der Ausgleich durch Kapitän Kempf nach einer flach ausgeführten Ecke sorgte nicht für mehr Struktur und Selbstverständnis im Spiel nach vorne. Kam die Mannschaft doch mal in die gefährliche Zone, wurden die Gelegenheiten vergeben. Kurz darauf verpasste Daniel Didavi eine gute González-Hereingabe und den Siegtreffer nur knapp - ehe der junge Argentinier doch noch für großen Jubel sorgte.

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