Diese KSC-Fans haben es ins Stadion geschafft Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Aufregung für Fans des Karlsruher SC im Derby gegen den VfB Stuttgart: Viele Badener kommen nicht ins Stadion. In der Mercedes-Benz Arena reagieren KSC-Anhänger mit einem Stimmungsboykott.

Stuttgart - Lange haben sich die Fans des Karlsruher SC auf das Derby gegen den VfB Stuttgart gefreut. Doch noch vor Anpfiff der Partie am Sonntagnachmittag folgte für etliche Anhänger die Ernüchterung.

Es zeigten sich viele Lücken und freie Plätze im Gästeblock. Einigen KSC-Anhängern wurde ersten Informationen unserer Redaktion zufolge wegen mutmaßlicher Gewalttaten der Zutritt verwehrt.

Rund 500 Fans des Karlsruher SC haben vor dem Derby beim VfB Stuttgart einen Platzverweis der Polizei bekommen und durften das Fußballspiel nicht im Stadion verfolgen.

Als Grund nannte ein Polizeisprecher am Sonntag das Abbrennen von Pyrotechnik auf dem Weg vom Bahnhof in Untertürkheim zur Mercedes-Benz Arena. Zudem seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Absperrmaterial beworfen worden.

Solidaritätsbekundung für ausgesperrte Fans

Im Fan-Block der Gäste waren bei dem Zweitliga-Spiel einige leere Plätze zu erkennen. In den sozialen Netzwerken wurde die Entscheidung der Polizei kritisiert.

Die Karlsruher Fans im Stadion reagierten spontan mit einer Solidaritätsbekundung: Es gab einen Stimmungsboykott im KSC-Block, von den Badenern waren in der Mercedes-Benz Arena zunächst keine Sprechchöre zu hören.

Die Stuttgarter Polizei teilte noch während der Partie mit: „Die in der Benzstraße angehaltenen und kontrollierten KSC-Anhänger haben einen Platzverweis für den Stadionbereich erhalten. Sie werden das Fußballspiel nicht im Stadion verfolgen.“ Die Polizei transportierte alle Eingekesselten einzeln ab. Sie versuchten, sich einzuhaken und gegenzuhalten. Alle Personalien sollen aufgenommen werden.

Etliche Fans wurden abgewiesen und wieder auf die Heimreise geschickt. Unter Applaus verließen einige das Stadion, um sich solidarisch mit den Ausgesperrten zu zeigen.

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