In Feierlaune: Gerhard Mayer-Vorfelder nach dem Pokalsieg 1997 Foto: Baumann

Den Erfolg zu verstetigen ist eine Kunst, die in der Bundesliga nur wenige beherrschen. Der VfB hatte schon mehrfach die Möglichkeit. Aber er vergibt alle seine Chancen kläglich.

Stuttgart - Es ist der 17. Mai 1989. Angetrieben von Allgöwer, Sigurvinsson und Klinsmann liefert der VfB Stuttgart dem SSC Neapel einen großen Kampf. Er endet 3:3, das Finale um den Uefa-Cup ist nach dem 1:2 im Hinspiel zwar verloren, aber selten blickt man nach Spielschluss in so viele zufriedene Gesichter. Wer dabei ist, geht mit dem erhabenen Gefühl nach Hause, Teil einer Geschichte zu sein, die womöglich den Anfang einer großen Zukunft markiert. Eine Illusion. Verpasste Chancen reihen sich in der jüngeren VfB-Geschichte aneinander wie Perlen einer Kette. Und fast immer spielen falsche Eitelkeit, unprofessionelle Geschäftspolitik und fehlende Konzepte eine gewichtige Rolle. Eine kleine Zeitreise.

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