1:1 zu Hause und dann 1:0 im Rückspiel auswärts gewonnen: Die Mannschaft von Eintracht Frankfurt feierte 2016 den Klassenverbleib nach den Relegationsspielen gegen den 1. FC Nürnberg. Foto: dpa

Der Blick in die Statistik könnte dem VfB Stuttgart Mut machen: In den vergangenen sechs Relegationsspielen setzte sich stets der Bundesligist durch – dreimal nach einem Unentschieden zu Hause im Hinspiel.

Stuttgart - Jens Keller kennt aus eigener Erfahrung beide Clubs. „Union Berlin hat keinen Druck. Bei ihnen herrscht pure Freude, etwas Positives erreichen zu können. Der Druck liegt klar beim VfB Stuttgart“, sagte der ehemalige Trainer beider Vereine am Sonntag in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“. Dennoch macht sich der schwer angeschlagene VfB angesichts des drohenden dritten Bundesliga-Absturzes (nach 1975 und 2016) vor dem Nervenspiel an diesem Montag (20.30 Uhr/Liveticker und Eurosport-Player) bei Union Berlin viel Mut. Während der Zweitligist nach dem 2:2 (1:1) in der Mercedes-Benz-Arena auf die stimmungsvolle Atmosphäre an der Alten Försterei baut, um den großen Traum vom Aufstieg zu realisieren, setzt der VfB im brisanten Relegations-Rückspiel auf seine vermeintlich größere individuelle Klasse.

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„Wir haben eigentlich die bessere Mannschaft als Union“, sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Der Bundesligist um Weltmeister Benjamin Pavard und Torjäger Mario Gomez sei schlicht „stärker. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen“, betonte Anastasios Donis. Auch der in der Relegation erfahrene Torjäger Mario Gomez zeigte sich siegessicher: „Wir werden zurückschlagen.“

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HSV zweimal im Glück

Ein Blick in die Statistik dürfte dem VfB-Team um Trainer Nico Willlig auch Mut machen. Die sechs vergangenen Relegationsspiele entschied unterm Strich jedesmal der Bundesligist für sich. Dreimal reichte dem klassenhöheren Team dabei ein Unentschieden zu Hause, um das Ziel im Rückspiel doch noch zu erreichen. Eintracht Frankfurt schaffte es 2016 nach einem 1:1 daheim gegen den 1. FC Nürnberg, und zweimal genügte dem HSV ein 1:1 (2015 gegen den KSC) und ein 0:0 (2014 gegen die SpVgg Greuther Fürth), um sich – wenn auch mit viel Glück – im Rückspiel jeweils durchzusetzen.

Wir blicken auf die vergangenen sechs Relegations-Rückspiele. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie!

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