Für Dennis Aogo vom VfB Stuttgart haben Aufzüge eine fotogene Aura. Foto: Pressefoto Baumann

VfB-Profi Dennis Aogo fotografiert sich selbst gern im Aufzug. Ein gefundenes Fressen für das Internet. Doch der smarte Profi drehte gemeinsam mit Thyssen Krupp den Spieß um – und verbindet alles auch noch mit einem guten Zweck.

Stuttgart - Was er da in Bewegung gesetzt hatte, das war Jakob Kohler (26) aus Waldenbuch anfangs noch nicht ganz klar. Der Twitter-User eröffnete kurzerhand den Satire-Account @AogosAufzug, um die zahllosen Selfies, die der VfB-Profi ins Internet stellt, mit einem Augenzwinkern zu kommentieren. Darauf wurde der Aufzughersteller Thyssen Krupp aufmerksam – und ging dann ebenfalls auf Aogo zu. Wenig später war die #aufwärtsspiel Instagram-Challenge geboren.

Aogos Spontanität und der gute Zweck

Die Idee: Nutzer konnten unter dem Hashtag mehrere Tage lange Selbstbildnisse aus Aufzügen posten. Thyssen Krupp versprach, pro Bild einen Euro für den guten Zweck zu spenden – nämlich für Common Goal, die Organisation, für die Aogo bekanntlich zwei Prozent seines Gehaltes spendet. Der Mittelfeldspieler gab den Juror – die drei Gewinner der Aktion trafen am Donnerstag den Karlsruher, der mitsamt Töchterchen und Frau zum entspannten Meet & Greet auf 232 Metern Höhe geladen hatte - auf dem Testturm von Thyssen Krupp in Rottweil. Tom Streit aus Villingen, der sich auch als Stadion-Guide beim VfB engagiert, war einer der Gewinner. Sein Foto mit Afro-Perücke und Trainingsanzug war der Favorit von Aogo. „Ich habe mich riesig gefreut, als ich benachrichtigt wurde. Aogo treffen zu können und hier im Testturm hinter die Kulissen zu schauen – das ist ein rundum gelungener Tag“, freute sich Streit.

Thyssen Krupp rundet die Summe auf

Letztlich wurden zwar nur 315 Selfies gepostet – doch das Unternehmen rundete die Summe auf 20.000 Euro auf. „Ich kann mich nur bedanken. Zum einen für die Spontanität, zum anderen für die Großzügigkeit des Unternehmens“, ließ Aogo wissen. „Mein Fazit: sehr cool – frisch, jung, zeitgemäß. Viele Menschen haben mich auf die Aktion angesprochen, das hat mich extrem gefreut“, sagte Aogo, der auch herausstellte, dass viele seiner Kollegen beim VfB die Aktion unterstützten. Dass jedoch auch noch weitere Profis für Common Goal spenden, lässt weiterhin auf sich warten. „Ich dränge da niemanden dazu“, so Aogo der jedoch immer wieder das Gespräch sucht und die hochbezahlten Profis für das Thema zu sensibilisieren versucht.

Noch ist weder klar, was mit den 20.000 Euro konkret passiert, noch ob die Kooperation zwischen Thyssen Krupp und Aogo ausgeweitet wird. „Wenn es Neuigkeiten gibt werde ich die Leute auf dem Laufenden halten“, sagt Aogo. Womöglich mit einem Selfie aus dem Aufzug.

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