Toni Sunjic (rechts, neben Serey Dié): Erstes Spiel, erstes Tor, erste Niederlage. Foto: Baumann

Toni Sunjic hat nicht nur wegen seines Treffers in Berlin einen guten Einstand – doch auch er kann die 1:2-Niederlage nicht verhindern.

Berlin - Trotz der neuerlichen Pleite bei Hertha BSC und des trostlosen Null-Punkte-Starts in die Bundesliga gab es ihn doch, den Lichtblick beim VfB Stuttgart. Wenn auch nur einen einzigen: Toni Sunjic. Der Innenverteidiger erzielte gleich in seinem ersten Spiel sein erstes Tor. Mit seinen Kopfbällen sorgte der 26-Jährige auch in der zweiten Halbzeit für die größte Gefahr vor dem gegnerischen Tor, was zwar nicht für den Angriff spricht, aber zumindest doch für ihn.

„Die Niederlage ist bitter, aber mit meiner Leistung bin ich zufrieden“, sagte der 26-Jährige. Das konnte er auch. Gutes Timing beim Kopfball, stark am Mann, ordentliches Aufbauspiel. Der Drei-Millionen-Einkauf vom russischen Club Krasnodar verspricht tatsächlich die Verstärkung zu sein, die sich der Sportvorstand für die instabile Defensive (zwölf Gegentore in vier Spielen) erhofft. „Wir sind insgesamt stabiler gestanden“, urteilte Robin Dutt. „Man hat gesehen, was es hilft, einen zu haben, der hinten alles abräumt.“

Tyton soll gegen Schalke ins Tor zurückkehren

Trainer Alexander Zorniger sprach von einem „lichten Moment“ im ansonsten düsteren Auftritt seiner Mannschaft. Aller Voraussicht nach dürfte der Bosnier am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) gegen den FC Schalke an der Seite von Timo Baumgartl die Innenverteidigung bilden – so der 19-Jährige von seiner Patellasehnen-Reizung genesen ist.

Im Tor legte sich Zorniger bereits direkt nach dem Hertha-Spiel fest – und zwar auf Przemyslaw Tyton. Die Rot-Sperre des Polen verhalf Odisseas Vlachodimos in Berlin zu seinem Startelf-Debüt in der Fußball-Bundesliga. An dessen Ende ein unglücklicher Tunnel (zum 0:1) sowie ein Sonntagsschuss (der Siegtreffer) stand. Ansonsten bekam der deutsche Junioren-Nationalspieler kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen, löste aber sämtliche Aktionen souverän. „Er hat das gut gemacht“, lobte Zorniger.

In vier Spielen hat der Tabellen-Vorletzte 38 Schüsse aufs Tor zugelassen und dabei zwölf Treffer kassiert. Fast jeder dritte Schuss ein Treffer. Eine unheimliche Quote , an der auch ein guter Innenverteidiger und ein ordentlicher Torwart nichts ändern konnten.

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