Spielentscheider Josip Brekalo. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat beim Spiel gegen Dortmund auf Kontrolle gesetzt – und war damit erfolgreich. Ein Sieg, der mehr bedeuten kann, als drei Punkte. Wir analysieren das Spiel gegen Dortmund in unserer Fünferkette.

Stuttgart - Entspannt kann der VfB Stuttgart auf den restlichen Spieltag der Fußball-Bundesliga blicken, denn er hat mit dem 2:1 gegen Borussia Dortmund vorgelegt. Ein Sieg, der das Selbstvertrauen stärkt und somit mehr wert sein kann, als drei Punkte.

Spielidee:

Der Trainer Hannes Wolf vertraute wieder auf eine Dreierabwehrkette, die sich zur Fünferkette auswuchs, wenn Borussia Dortmund angriff. Davor sicherten Santiago Ascacibar und Christian Gentner das Zentrum. Damit war klar, dass der VfB Stuttgart auf Kontrolle setzte – um dann überfallartig nach vorne zu kommen. Das Konzept ging auf.

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Und nach der Pause war der VfB clever genug, die hinteren Reihen geschlossen zu halten. Vorne sorgten die eingewechselten Takuma Asano und Josip Brekalo mit ihrer Schnelligkeit für Unruhe in der BVB-Verteidigung.

Spielentscheidend:

Die Reaktion der VfB-Mannschaft nach der Pause. Denn unmittelbar vor der Halbzeit hatten sich die Ereignisse überschlagen: die Angreifer Daniel Ginczek und Chadrac Akolo (Torschütze zum 1:0/5.) mussten wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Dazu kam das 1:1 durch Maximilian Philipp. Er traf im Nachschuss eines Handelfmeters von André Schürrle, den VfB-Keeper Ron-Robert Zieler pariert hatte (45). „Da kann ich der Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen. Sie hat nach dem Wechsel eine Topleistung gezeigt“, sagte der Stuttgarter Trainer Hannes Wolf.

Spielentscheider:

Josip Brekalo hat die Begegnung mit seinem Tor zum 2:1 entschieden (51.). Dabei schien der junge Kroate einen Schlenker zu viel eingebaut zu haben. Doch mit Wucht - und ein wenig Glück - war er dennoch erfolgreich und sorgte auf VfB-Seite für Riesenjubel. Der Dortmunder Trainer Peter Bosz haderte dagegen mit der Tatsache, dass sein Team jeweils schlecht in die zwei Spielabschnitte gekommen war. „Wenn man so leichte Gegentore bekommt, dann wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen“, sagte der Niederländer.

Wortspiel:

„Ich kann vor Christian Gentner nur den Hut ziehen“, sagte VfB-Trainer Hannes Wolf nach dem Comeback seines Kapitäns. Angst hatte dieser in keiner Szene gezeigt – und das nur zwei Monaten nach seinen schweren Gesichtsverletzungen in der Begegnung mit dem VfL Wolfsburg. Gegen Borussia Dortmund stand der Maskenmann dann überraschend in der Startelf und spielte durch. „Er hat uns sehr, sehr gefehlt“, meinte Wolf und bezog das auf die Persönlichkeit des 32-jährigen Mittelfeldspielers sowie auf dessen fußballerische Qualitäten.

Spielplan:

Zwei Auswärtsspiele hält der Spielplan jetzt für den VfB bereit: Erst geht es nächsten Freitag in Hannover zur Sache, danach in Bremen. Und für die Stuttgarter wird es Zeit, dass auf sie fremden Terrain punkten. Das betonen alle Beteiligten nach sechs Auswärtsniederlagen in dieser Saison. „In Stuttgart ist die Mercedes-Benz-Arena eine Festung, aber jetzt wollen wir auch auswärts etwas holen. Dafür arbeiten wir“, sagte der Abwehrspieler Holger Badstuber.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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