Kathedrale unter Tage: 100 Meter lang, 70 Meter breit, 50 Meter hoch – Walhalla, die größte Halle der Vetterhöhle. Foto: Markus Boldt/Höhlenverein Blaubeuren Foto:  

Die Vetterhöhle bei Blaubeuren ist Teil des weit verzweigten Blauhöhlensystems. Sie ist keine Schauhöhle, sondern darf nur in Begleitung von erfahrenen Höhlenforschern betreten werden. Ein Selbstversuch.

Blaubeuren - „Da müssen wir unter“

Jetzt bloß nicht kneifen. Nerven bewahren. Tief durchatmen. Ruhig bleiben. Was erwartet einen in 40 Metern Tiefe? Totale Finsternis? Totenstille? Platzangst? Panikattacken? Was zählt ist die Neugier, der Nervenkitzel, der Wunsch, eine unbekannte Welt zu betreten. Petra Boldt schließt das Vorhängeschloss auf, öffnet die Holzabdeckung. Ein Schlund tut sich auf. 1,4 mal 1,8 Meter, mit mächtigen Stempeln und Spannhölzern verbaut. Der Einstieg zur Vetterhöhle bei Blaubeuren.

Das Licht der kleinen Stirnlampe verschwindet im Nichts. „Da müssen wir runter“, sagt die 58-Jährige. Die gelernte Buchhändlerin wohnt mit ihrem Mann Markus – wie sie ein begeisterter Höhlengänger – in Schelklingen-Schmiechen. Petra Boldt ist eine zierliche Frau mit braunen Haaren, besonnen und vorsichtig – zwei wichtige Eigenschaften für einen Höhlenforscher.

An wackeligen, glitschigen und lehmverschmierten Metallleitern, die mal rechts, mal links an der Schachtwand angebracht sind, geht es in die Tiefe. Unten angekommen, erzählt Petra Boldt von ihrem Christoph-Kolumbus-Erlebnis: Vier Jahre hat sie mit anderen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Höhle und Karst Grabenstetten den Schacht ins Kalkgestein eines unscheinbaren Hangs kurz vor der Ortseinfahrt nach Blaubeuren gegraben. Sie wollten einen trockenen Zugang zur Blauhöhle finden – und entdeckten eine neue Höhle. Die Vetterhöhle, die zuvor noch nie ein Mensch betreten hatte. Petra Boldt ging am 1. Mai 2006 als erste hinein. „Es war überwältigend. Man steht in einem Raum, wo noch nie ein Lichtstrahl hingekommen ist, noch nie ein Fuß den Boden berührt hat. Ein unglaubliches Glücksgefühl.“

Durch das Tor der Hoffnung in die erste Halle

Zuvor hatten einige Vereinsmitglieder die Hoffnung auf einen Durchbruch bereits aufgegeben. „Ihr findet da unten nie was“, unkten sie. Doch die Hartnäckigkeit von Petra Boldt, ihrem Mann und den anderen zahlte sich aus. Im November 2008 gründeten sie gemeinsam den Höhlenverein Blaubeuren, der von der Gemeinde mit der Erforschung des Labyrinths betraut wurde.

Nach einigem Zerren und Drücken öffnet Petra Boldt die knapp ein Meter hohe Eisentür und kriecht hindurch. „Tor der Hoffnung“ heißt der Einstieg. Im fahlen Schein der Helmlampe tut sich ein Raum auf, der einem die Sprache verschlägt: Eine Halle – 20 Meter lang, 15 Meter breit und ebenso hoch. Auf dem Boden ein Chaos wild umherliegender Kalksteine, über man sich den Weg bahnen muss. Versturz nennen dies Höhlenforscher oder Speläologen.

Neugierde, Abenteuerlust, Entdeckerdrang

Was treibt Menschen in dieses Dunkel? „Neugierde“, antwortet Petra Boldt. „Ich will wissen, was hinter der nächsten Ecke ist. Wen das Höhlenfieber gepackt hat, den lässt es nicht mehr los.“ Die Höhlenbegeisterung habe sie von ihrem Vater geerbt. Seit 1973 ist sie unter Tage unterwegs – genauso lang wie ihr Ehemann.

Wer „Terra incognita“ – Neuland – entdeckt, hat das Privileg dem unbekannten Raum oder Gang einen Namen zu geben. Petra Boldt taufte den Hohlraum nach einem 2005 verstorbenen Vereinsmitglied – Herbert-Griesinger-Halle.

Im Mai 2006 gelang den Höhlenforschern der Durchbruch

Wie so oft war es ein Luftzug in dem von Rissen und Spalten durchzogenen Kalkgestein der Schwäbischen Alb, der den Höhlenforschern den Weg wies. Irgendwo an dieser Stelle an der viel befahrenen Bundesstraße 28 bei Blaubeuren vermutete schon der Ortsansässige Karl Vetter verborgene Gänge und Kammern. Mitte der 1950er Jahre grub er mit Gleichgesinnten erfolglos im Gestein. Auch ein zweiter Versuch Anfang der 1960er Jahre scheiterte. Erst im Mai 2006 gelang den Hobbyforschern nach vierjähriger Buddelei der Durchbruch.

In den folgenden fünf Monaten entdeckten sie mehrere Hallen, darunter den Palast der Winde und die Walhalla sowie den Nordgang und Drachenfelsgang. Bis zu zwanzig Meter hohe, atemberaubend schöne Sinterkaskaden – mineralische Ablagerung von Gestein – und Tropfsteine säumen die Wände und Decken auf dem kilometerlangen Weg.

Jahrmillionen ist die Vetterhöhle unberührt – geformt nur vom Wasser, der Luft und den Bewegungen des Gesteins. Wie die Blauhöhle, mit der sie zusammen das sagenumwobene Blauhöhlensystem bildet, ist die Vetterhöhle nur erfahrenen Speläologen zugänglich. Nur etwa 80 Menschen haben bisher einen Fuß in sie gesetzt. „Aufgrund der Schwierigkeit und Gefährlichkeit ist die Vetterhöhle für die Öffentlichkeit nicht freigegeben“, sagt Markus Boldt. Höhlenforscher seien generell behutsam und vorsichtig. Das große Problem seien unerfahrene Höhlenbesucher, die einfach reingehen. „Sie überschätzen sich oft. Davon gibt es mehr als genug.“

Nichts für Klaustrophobiker

Der Lichtkegel der LED-Stirnlampe huscht über grau-beigefarben gewölbte, seit Jahrmillionen vom Wasser abgeschliffene Wände, kantige Kalksteine und Unmengen von Schotter und Geröll. An der Decke haben sich zyklopische Brocken verkeilt, manche so groß wie ein Lkw. Wie ein Schwarzes Loch schluckt die Vetterhöhle jeden Lichtstrahl.

Die Nerven des Besuchers werden auf dem Weg in den nächsten Hohlraum auf die Probe gestellt. Mit dem Kopf voran schlängelt man sich hoch und runter durch einen engen, glitschigen Gang, durch den man auf dem Bauch und Rücken robbend gerade so durchpasst. Nichts für Klaustrophobiker.

Dann endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, das Ende der Engstelle. Der Schlupf öffnet sich – in den Palast der Winde , fast dreimal so groß wie die Herbert-Griesinger-Halle. Der schlammige Boden ist mit kleinen Sinterbecken übersät, Stalagmiten – vom Boden emporwachsende Tropfsteine – sind im Halbdunkel zu erkennen. Einige Stalaktiten ragen von der zerklüfteten Decke.

„Manche denken Höhlen seien unwirtliche Löcher“, sagt Petra Boldt. „In Wirklichkeit sind sie eine eigene faszinierende Welt.“ Irgendwann vor 200 bis 140 Millionen Jahren sind die Vetterhöhle und Blauhöhle entstanden. Fossilien wie der Stachel eines Seesterns oder Fragmente von Muscheln beweisen, dass hier einmal ein gewaltiges Riff gelegen haben muss. Mit 11 500 bisher erforschten Metern ist das Blauhöhlensystem (davon 2491 Metern in der Vetterhöhle) die zweitlängste Höhle in Deutschland – nach der 1056 Meter tiefen und 19 300 Meter langen Riesending-Schachthöhle am Untersberg in den Berchtesgadener Alpen.

„Geht’s?“ – „Alles in Ordnung! Alles o.k.!“

Der Puls pocht, das Herz rast, die Gedanken kreisen. „Geht’s?“, fragt Petra Boldt besorgt. „Alles in Ordnung! Alles o. k!“ Mehr oder weniger zumindest. Der Lehm klebt am Schlaz – dem roten Höhlenoverall aus reißfesten Synthetikstoff – und den Gummistiefeln mit der dicken Profilsohle. Wie oft sie die Vetterhöhle schon befahren habe? Petra Boldt weiß es nicht. Wie die meisten betreibt die 58-Jährige und ihr gleichaltriger Mann, der als Chemielaborant arbeitet, Höhlenforschung als zeitintensives und kostspieliges Hobby. Fast jedes Wochenende treffen sie sich mit Vereinsmitgliedern und graben sich Zentimeter für Zentimeter tiefer in die Eingeweide der Alb. Zwanzig Meter neben dem alten Schacht schaufeln sie einen zweiten Zugang, welcher der Unterwelt neue Geheimnisse entlocken soll.

Mörikedom, Wolkenschloss und Walhalla

Die Höhlenforscher suchen die letzten weißen Flecken auf der Landkarte der Alb. In den vergangenen Jahren sind sie in immer neue Hohlräume vorgedrungen. Der größte in der Vetterhöhle ist die Walhalla, eine 100 Meter lange, 50 Meter hohe und 70 Meter breite unterirdische Kathedrale. 2006 wurde eine Verbindung zum Wolkenschloss der Blauhöhle entdeckt. Aus dem eiskalten, türkisfarbenen Wasser des kleinen Höhlensees ragt ein Fels wie ein rettendes Eiland empor.

Einige Hundert Meter weiter in nördliche Richtung kommt man in den majestätischen, 30 Meter hohen Mörikedom. Damit Blaubeurens einzigartige Höhlenwelt einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden kann, plant der Gemeinderat der 12 000-Einwohner-Stadt seit Jahren den Ausbau der Vetter- und Blauhöhle zur Schauhöhle. Es wäre die 15. in Baden-Württemberg.

Technisch steht beiden Projekten nichts im Wege. Im April 2010 wurde im Auftrag der Stadt unter Einsatz von schwerem Gerät ein 18 Meter tiefer Forschungszugang in den Mörikedom gebohrt. Seitdem können Höhlenforscher trockenen Fußes in die Blauhöhle gelangen und müssen nicht mehr über den Blautopf in die Unterwasserwelt eintauchen.

Eine Schauhöhle in Blaubeuren ist technisch machbar

Die Firma Geotechnik aus Ditzingen hatte 2012 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Wichtigstes Ergebnis: „Die Vetterhöhle ist grundsätzlich als Schauhöhle geeignet.“ Auch die Landesbergdirektion in Freiburg hatte die Geotechnik-Expertise geprüft und gebilligt. „Von der geowissenschaftlichen und touristischen Seite her ist die Vetterhöhle ein lohnendes Objekt“, hieß es.

Zwar seien nur kleine Teile des weit verzweigten Höhlensystems für eine Begehung geeignet, da man große Hohlräume wie die Walhalla, den Palast der Winde, die Halle des verlorenen Flusses oder die Apokalypse nicht ausreichend sichern könne. „Bestimmte Bereiche können dennoch als Besucherhöhle ausgebaut werden.“ Seitdem liegt das Projekt Schauhöhle auf Eis.

Die größte Attraktion der Vetterhöhle, die Walhalla, würden Besucher ohnehin nur von einer sicheren Plattform aus bestaunen können. Ein Tunnel, der direkt in die Halle münden würde, könnte die sensible Statik des Hohlraums destabilisieren, fürchten Fachleute.

Über den „Stairway to heaven“ in die Tiefe

Auch für den Ausbau des nördlich gelegene Mörikedoms – als weitere oder alternative Schauhöhle – gibt es bereits Pläne. Im April 2008 entdeckten Taucher die „Stairway to heaven“ getaufte Fortsetzung des Höhlengangs am südlichen Ende des Mörikedoms in der Blauhöhle. Dieser trockene Abschnitt endet nach rund 270 Metern in einem gewaltigen Versturz unter der B 28. Die Entfernung vom „Stairway to Heaven“ bis zum nördlichen Ende der Vetterhöhle beträgt gerade mal 60 Meter.

An dieser Stelle könnte eine Grabung erfolgen. Petra und Markus Boldt wären allerdings nicht traurig, wenn aus dem Vorhaben nichts würde. „Je weniger Leute in eine Höhle gehen, desto weniger wird kaputt gemacht. Wir möchten die Höhle für unsere Nachfahren so erhalten wie wir sie vorgefunden haben.“ Nur so könne sichergestellt werden, dass das sensible Ökosystem unberührt bliebe.

Es sind die Extreme wie das Blauhöhlensystem, der Elsachbröller bei Grabenstetten oder das Mordloch bei Geislingen an der Steige, die Höhlenforscher faszinieren. Wer hier rein will, benötigt eine professionelle Tauchausrüstung und lange Erfahrung, wie man sich unter Wasser in Höhlen bewegt. „Angst habe ich nicht in Höhlen, aber Respekt“, sagt Petra Boldt. „Es gibt Verstürze, die nicht ganz ungefährlich sind, aber ich kann damit umgehen.“ Wer in Panik gerate, müsse versuchen wieder runterzukommen, damit das Adrenalin abgebaut werde, erklärt Markus Boldt. „Wo ich reinkomme, komme ich im Normalfall auch wieder raus.“ Sehr beruhigend klingt das nicht.

Rettung aus der Riesending-Schachthöhle

Kameradschaft wird unter Speläologen groß geschrieben. Jeder muss sich auf den Kameraden blind verlassen können. Als im vergangenen Juli Johann Westhauser, einer der erfahrensten deutschen Unter-Tage-Wanderer von der Arbeitsgemeinschaft für Höhlenforschung Bad Cannstatt, in der Riesending-Schachthöhle in rund 1000 Meter Tiefe bei einem Steinschlag schwer verletzt wurde, eilten ihm seine Kollegen von der Höhlenrettung Baden-Württemberg sofort zu Hilfe. Auch das Ehepaar Boldt ist mit Westhauser befreundet. „Wäre er nicht so ruhig und besonnen, hätte er den Unfall wohl nicht überlebt“, meint Markus Boldt.

Weil in den Alb-Höhlen eine konstante Temperatur von acht Grad Celsius herrscht, sind sie zu wahren wissenschaftlichen Archiven geworden. Auf der Basis der Beobachtungen, Funde und Vermessungen können genaue Erkenntnisse über Landschafts- und Klimaentwicklung oder Trinkwasservorkommen gewonnen werden.

Im November 2009 installierten Mitglieder des Höhlenvereins Blaubeuren in der Vetterhöhle ein drahtloses Telemetrie-System. Es liefert jede halbe Stunde Messwerte der Wasser- und Lufttemperatur über Sensoren an verschiedenen Stellen der Höhle an eine Außenstation. Von dort werden die Daten über Mobilfunk an einen Internetserver weitergeleitet und ausgewertet.

Nie ohne Notfall-Plan in eine Höhle

Da unter Tage weder Handys noch Walkie Talkies funktionieren, können die Forscher im Notfall nur eine SMS über eine kleine Sendestation – auch Cave-Link genannt – abschicken. Dabei handelt es sich um ein Gerät zur Übermittlung von Daten durch Fels hindurch, das in der Höhlenforschung und im Bergbau eingesetzt wird. Messdaten und Kurznachrichten können mittels des Magnetfeldes von Längst- und Langwellen durch mehrere hundert Meter Gestein übermittelt werden. Wenn man mehrere Cave-Links koppelt, sind auch größere Distanzen möglich. Der Alarmruf geht an die Leitstellen der Höhlenrettung in Göppingen oder Esslingen.

„Jedes Höhlenteam besteht aus mindestens drei Personen, von denen eine oben warten kann“, betont Petra Boldt. „Wir gehen nie ohne einen Alarmplan für Notfälle in eine Höhle. Wenn die Gruppe zur abgesprochenen Zeit nicht wieder draußen ist, wissen die anderen, dass etwas passiert. Dann wird umgehend Hilfe organisiert. “

Zur Grundausrüstung eines Höhlenforschers gehören neben dem Schlaz und Helm auch drei Lampen, die unabhängig voneinander Licht spenden. Hinzu kommen Ersatzbatterien, ein Schleifsack, Essen und Trinken sowie festes Schuhwerk. Im hinteren Teil der Vetterhöhle, in der Biwakhalle, befindet sich eine Überlebensausrüstung. Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Kocher, Wasseraufbereiter und Schmerzmittel sowie Proviant für vier Personen, das für mindestens seine Woche ausreicht.

2500 Höhlenforscher in Deutschland

1889 wurde in Deutschland der erste Höhlenverein gegründet. Heute gibt es bundesweit rund 2500 aktive Höhlenforscher. Die meisten von ihnen sind in den etwa 100 regionalen Vereinen organisiert. Der 2008 gegründete Höhlenverein Blaubeuren hat 45 Mitglieder, das jüngste ist zwölf, das älteste 84 Jahre alt. Gut die Hälfte helfen bei den Grabungen aktiv mit. Markus Boldt: „Wir arbeiten alle ehrenamtlich an den Wochenenden und in den Ferien und finanzieren uns über Beiträge, Spenden und aus der eigenen Tasche.“

Nur die wenigsten Speläologen sind von Beruf Wissenschaftler: Geologen, Geografen, Hydrologen, Archäologen oder Paläontologen. Petra Boldt hat sich auf die Biologie von Höhlen spezialisiert, ihr Mann auf ihre Vermessung. Auch ihr Sohn und ihre Tochter haben sich vom elterlichen „Höhlenfieber“ anstecken lassen und erkunden seit Jahren Höhlenwelten.

Seit den 1980er Jahren organisiert Petra Boldt internationale Jugendcamps für den Nachwuchs. 2008 wurde der Freizeitforscherin dafür und für die Jugendarbeit im Verein das Bundesverdienstkreuz verliehen. Eine Anerkennung für Jahrzehnte schwerer und oft ernüchternder Plackerei.

Die Walhalla ist nur was für Profis

Im oberen Teil des Palasts der Winde wird eine schmale Öffnung im Felsboden sichtbar. Über Steigeisen geht es zehn Meter hinunter zu einer 45 Grad steilen Schutthalde. Der Eingang zur Walhalla. „Von hier aus dürfen nur erfahrene Höhlenforscher weiter“, warnt Petra Boldt. „Das Gelände ist extrem schwierig, mit anspruchsvollen Kletter- und Abseil-Passagen.“ Ihre Stirnlampe flackert. Sie zieht die lehmverschmierten Handschuhe aus, greift in ihren Overall und holt eine neue Batterie raus. Zeit umzukehren.

Robbend und kraxelnd geht es durch die beiden Hallen, die Leitersprossen hoch zurück an die Oberfläche. Geschafft. Erst mal durchatmen und die Gedanken sortieren. Ein unvergessliches und einmaliges Erlebnis. Im wahrsten Sinn de Wortes.

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