Die Polizei konnte den geflüchteten und unter Alkoholeinfluss stehenden Mann in der Nähe der Wohnung in Lichtenstein-Unterhausen festnehmen. Foto: Phillip Weingand / STZN

Ein Mann soll am Samstag versucht haben, seine 44-jährige Ehefrau zu töten. Gegen den 50-Jährigen bestand ein gerichtliches Kontakt- und Annäherungsverbot. Nun wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Stuttgart - Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Polizeipräsidium Reutlingen ermitteln wegen versuchten Totschlags gegen einen 50-Jährigen aus Lichtenstein-Unterhausen (Kreis Reutlingen). Der Mann soll am Samstag versucht haben, seine 44-jährige Frau zu töten.

Wegen zurückliegender häuslicher Gewalt bestand gegen den Mann ein gerichtliches Kontakt- und Annäherungsverbot. Allerdings wohnte er mit Erlaubnis seiner Ehefrau seit Kurzem wieder in der gemeinsamen Wohnung. Nach einem verbalen Streit am Samstagmittag ging der Beschuldigte laut Polizei mit einem Vorschlaghammer auf seine Frau los. Er verletzte sie mit einem Schlag auf den Kopf – weitere Schläge konnte die 44-Jährige abwehren.

Söhne kommen Mutter zur Hilfe

Nachdem die beiden 15 und 18 Jahre alten Söhne ihrer Mutter zu Hilfe kamen, ließ der Vater vorübergehend von der Mutter ab und holte laut Polizei ein Messer aus der Küche. Die Söhne verhinderten einen weiteren Angriff auf ihre Mutter.

Die alarmierte Polizei konnte den geflüchteten und unter Alkoholeinfluss stehenden Mann in der Nähe der Wohnung festenehmen. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ein Haftbefehl erlassen. Er wurde wegen gesundheitlicher Probleme in ein Vollzugskrankenhaus eingeliefert.

Die 44-jährige Ehefrau hatte leichte Verletzungen von der Attacke getragen und musste ambulant behandelt werden.

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