Ein Mitarbeiter in Waiblingen schraubt an einer Verpackungsmaschine für die Pharmaindustrie. Foto: dpa

Mit weltweit 6200 Mitarbeitern produziert Bosch Packaging Technology Verpackungsmaschinen für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie. Einem Bericht zufolge könnte die Konzern-Tochter vor dem Verkauf stehen.

Stuttgart - Der Technologiekonzern Bosch könnte im Laufe des Jahres die Trennung von seiner Sparte Verpackungstechnik beschließen. Die Geschäftsführung prüfe derzeit die Optionen und denke auch über einen Verkauf der Sparte nach, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Finanz- und Branchenkreise. Eine Entscheidung werde die Unternehmensleitung voraussichtlich im zweiten Halbjahr fällen. Als Grund für die Überlegungen nannte das Blatt den Preisdruck wegen der Konkurrenz aus Asien. Der Konzern wollte sich am Freitag nicht zu den Gerüchten äußern.

Der frühere Geschäftsbereich, der Mitte 2017 in die rechtlich selbstständige Robert Bosch Packaging Technology GmbH mit Sitz in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ausgegliedert wurde, stellt an mehr als 30 Standorten in 15 Ländern Verpackungsmaschinen für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie her. Mit den Maschinen werden unter anderem Müsli- und Schokoriegel, Kaffeebohnen, Zucker sowie Tabletten und flüssige Arzneien verpackt.

Der Bereich Nahrungsmittelverpackungen ist zuletzt vor allem durch Zukäufe etwa von Osgood Industries (Florida) oder Kliklok (Großbritannien) gewachsen. Im Pharmabereich gründete man 2015 ein Joint Venture mit dem indischen Unternehmen Kleinzaids. Im Jahr 2016 erwirtschaftete die Konzern-Tochter mit 6200 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro.

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