Tagsüber ist wenig los an den Taxiständen an der Eberhardstraße. Nachts gibt es Klagen über Lärm, für den Anwohner unter anderem von hupenden Taxis verantwortlich machen. Foto: Hans Jörg Wangner

Stuttgart braucht einen durchgehenden Takt bei den Stadtbahnen an Wochenenden. Denn mit dem Taxi fährt es sich teuer, laut und umweltschädlich nach dem Feiern nach Hause.

S-Mitte - Es gibt einen Grund, warum Clubbesucher nach dem Tanzen in ein Taxi steigen. Wer nicht das Glück hat, in der Innenstadt zu wohnen, findet anders nicht heim. Frankfurt hat rund 100 000 Einwohner mehr. In der Mainmetropole kann jeder stattdessen in die Stadtbahn steigen. Sie fährt wie auch in Köln an Wochenenden rund um die Uhr. Die Realität widerspricht jenen, die meinen, in Stuttgart gebe es keinen Bedarf für ein solches Angebot. Die Klagen um Lärm rund um die Eberhardstraße beweisen das Gegenteil.

Die Bahn ist leise

Ein Teil des Problems ist auf das hupende Chaos zurückzuführen, dass Taxis in der Nähe der Clubs produzieren. Die Bahn ist leise und umweltfreundlich. Sie an Wochenenden durchgehend fahren zu lassen, wäre auch sozial gerecht. Denn ein ohnehin teurer Clubbesuch sollte nicht davon abhängen, dass das Budget auch für das Taxi reicht. Wer nun meint, die Menschen sollten eben nicht so lange aufbleiben, vergisst, dass jede Großstadt im Wettbewerb mit anderen steht. Gerade junge Qualifizierte lockt niemand mit Verschlafenheit.

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